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Red Bull Cerro Abajo Stuttgart

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Red Bull Cerro Abajo Stuttgart: Alex Marin gewinnt, Roger Vieira ist Weltmeister

Urban Downhill mitten im Stuttgarter Kessel

Fotos: Red Bull Content Pool 

Beim Finale der Red Bull Cerro Abajo World Series lieferten sich die besten City-Downhiller der Welt einen spektakulären Saisonabschluss. Alex Marin holte den Tagessieg, Roger Vieira machte den Gesamttitel klar und Johannes Fischbach landete bei seinem Heimrennen auf Platz sieben. Für eine Premiere sorgten außerdem die Frauen, die erstmals bei einem offiziellen World-Series-Stopp an den Start gingen.

Red Bull Cerro Abajo Stuttgart
Vieira Roger, Marin Alex und Pene Tuhoto-Ariki

Rund 90.000 Zuschauer, enge Treppenpassagen, Drops, Gaps und jede Menge Vollgas: Stuttgart wurde am Wochenende zur Urban-Downhill-Arena. Beim letzten Rennen der Red Bull Cerro Abajo Saison 2025/26 ging es nicht nur um den Tagessieg, sondern auch um die Entscheidung in der Gesamtwertung.

Am schnellsten durch den Stuttgarter Kessel kam Alex Marin. Der Spanier stoppte die Uhr nach 1:44.033 Minuten und verwies den Brasilianer Roger Vieira sowie Tuhoto-Akiri Pene aus Neuseeland auf die Plätze zwei und drei.

Auch Johannes „Fischi“ Fischbach mischte bei seinem Heimrennen vorne mit. Mit einer Zeit von 1:45.981 Minuten raste der Deutsche auf Platz sieben und beendete die World-Series-Saison damit als Vierter der Gesamtwertung.

Red Bull Cerro Abajo Stuttgart
Lukas Knopf

Treppen, Drops und Road Gaps mitten in Stuttgart

Der City-Track hatte mit einem klassischen Downhill-Kurs wenig gemeinsam – technisch anspruchsvoll war er trotzdem. Vom Start am Teehaus führte die Strecke über die berühmten Stuttgarter Stäffele hinunter in Richtung Heusteigviertel.

Auf dem Weg ins Ziel warteten künstliche Features und natürliche Hindernisse direkt im Stadtgebiet. Zu den Schlüsselstellen gehörten unter anderem der Bridge Drop und das Road Gap. Dazwischen mussten die Rider enge Kurven, Treppen und schnelle Passagen möglichst fehlerfrei miteinander verbinden. Viel Raum für Korrekturen blieb bei den hohen Geschwindigkeiten nicht.

Für zusätzliche Motivation sorgte das Publikum: Zehntausende Fans standen teilweise nur wenige Meter neben der Strecke und verwandelten das Saisonfinale in eines der lautesten Rennen des Jahres.

„Mein Final-Run war so intensiv und ich habe noch gar nicht richtig realisiert, was hier gerade passiert ist“,

sagte Tagessieger Alex Marin nach dem Rennen. Mit seinem Sieg in Stuttgart schob sich der Spanier außerdem auf Rang drei der Gesamtwertung vor.

Red Bull Cerro Abajo Stuttgart
Red Bull Cerro Abajo

Roger Vieira verteidigt den Cerro-Abajo-Titel

Während Marin den Tagessieg feierte, gehörte der wichtigste Titel des Wochenendes Roger Vieira. Dem Brasilianer reichte Rang zwei in Stuttgart, um Platz eins im Gesamtranking zu sichern.
Damit verteidigte Vieira seinen Titel und beendet die Red Bull Cerro Abajo World Series 2025/26 erneut als Gesamtsieger.

Premiere für die Frauen: Paz Gallo gewinnt vor Nina Hoffmann

Historisch wurde das Stuttgart-Finale auch abseits des Männer-Rennens. Zum ersten Mal in der Geschichte der World Series wurde bei einem offiziellen Stopp eine eigene Frauenkategorie ausgetragen.

Sechs Fahrerinnen stellten sich dem Kurs: Fernanda Gildemeister, Abigail Hogie, Paz Gallo, Catalina Calderon, Veronika Widmann und die deutsche Downhill-Racerin Nina Hoffmann.
Den ersten Sieg schnappte sich Paz Gallo. Die Chilenin fuhr in 1:55.617 Minuten die schnellste Zeit. Nur knapp dahinter landete Hoffmann: Mit 1:55.735 Minuten fehlten der Deutschen gerade einmal 0,118 Sekunden zum Sieg.

Für Hoffmann war vor allem die Atmosphäre eine neue Erfahrung: „So etwas habe ich noch nie erlebt, dass schon im Training so viele Leute an der Strecke sind, jeder deinen Namen ruft und alle komplett ausrasten.“ Besonders die Nähe zwischen Ridern und Zuschauern mache das Format für sie spannend. Urban Downhill bringe Mountainbiken direkt zu Menschen, die sonst vielleicht kaum Berührungspunkte mit dem Sport hätten.

Red Bull Cerro Abajo Stuttgart
Paz Gallo

Fischbach liefert beim Heimspiel ab

Für Johannes Fischbach hatte das Finale ebenfalls eine besondere Bedeutung. Der dreifache Deutsche MTB-Meister trat als einer der Local Heroes an und steigerte sich im Laufe des Wochenendes deutlich.
Nachdem Fischbach zunächst Schwierigkeiten hatte, seinen Rhythmus auf dem ungewöhnlichen City-Kurs zu finden, setzte er im Finale alles auf eine Karte. Mit persönlicher Bestzeit reichte es schließlich für Rang sieben – und damit für ein starkes Ergebnis gegen die internationale Urban-Downhill-Elite.

Auch die Stimmung entlang der Strecke beeindruckte ihn:

„Ich habe immer gedacht, dass die Fans in Südamerika verrückt sind, aber das war heute einfach krank. So viele Leute an einer Mountainbike-Strecke habe ich noch nie gesehen.“

Neben Fischbach schafften es zwei weitere deutsche Fahrer ins Finale. Marco Lamaris belegte Platz 14, Moritz Silberhorn folgte auf Rang 15.

Red Bull Cerro Abajo Stuttgart
Red Bull Cerro Abajo in Stuttgart

Urban Downhill kommt in Europa an

Mit der Deutschlandpremiere in Stuttgart setzte die Red Bull Cerro Abajo World Series zum Saisonabschluss gleich mehrere Ausrufezeichen. Zehntausende Zuschauer mitten in der Stadt, eine starke internationale Besetzung und erstmals ein offizielles Frauenrennen zeigten, wie groß das Potenzial des Urban-Downhill-Formats inzwischen auch in Europa ist.

Sportlich gehörte der letzte Stopp Alex Marin. Der große Gewinner der Saison heißt allerdings Roger Vieira: Der Brasilianer nimmt nach dem Finale in Stuttgart erneut den Gesamttitel mit nach Hause.

Mehr Infos gibt es HIER!


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