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Eine respektvolle Umarmung für den Sieger!

Downhill WM 2015 – Das perfekte Finale!

Weltmeisterschaften sind immer etwas Besonderes! Die Downhill Weltmeisterschaften in der vergangenen Woche hatten alles zu bieten, was das Downhill-Herz begehrt: eine harte, abwechslungsreiche Strecke, Sprünge, Wurzeln und ziemlich steile Passagen! Eine Strecke, die den Fahrern alles abverlangte und die für jede Menge Dramatik und Emotionen sorgte. Am Ende siegte derjenige, der es am meisten verdient hatte. Ein unglaubliches Rennen!

Unter der Woche zeichnete sich bereits ab, dass es ein dramatisches Rennen werden könnte. Jede Menge Regen ging auf den Vallnord Bikepark hinab und die Top-Fahrer dieser Welt hatten mit Matsch, steilen Passagen und einem rutschigen Untergrund zu kämpfen. Zum Wochenende sollte es dann endlich aufklaren, so dass das große Finale am gestrigen Sonntag im Sonnenschein stattfinden konnte. Für die Fahrer wurde es aber nicht unbedingt leichter. Die Wahl der richtigen Reifen war ein entscheidender Faktor, wer eine Medaille mit nach Hause nehmen sollte und wer nicht. Im oberen Teil der Strecke mussten es gut rollende Reifen sein, im unteren Teil der Strecke war man mit Matschreifen besser bedient.

Ein sauberer und kontrollierter Run von Rachel Atherton. Zu Recht die neue Downhill Weltmeisterin!

Elite Women

Als klare Favoritinnen gingen Rachel Atherton, die bis dato amtierende Weltmeisterin Manon Carpenter sowie Tracey Hannah und Myriam Nicole ins Rennen. Letztere schoss sich leider ins Aus: Bei einem Sturz brach ihr Sattel, so dass sie sich nur langsam ins Ziel manövrieren konnte. Für Tracey Hannah lief es deutlich besser, sie fuhr direkt auf den Hot Seat und löste Morgane Charre mit 12.38 sec Vorsprung ab. Auch bei Youngster Tahnée Seagrave lief es unerwartet schlecht: Nach einem Fahrfehler verlor sie wertvolle Sekunden, jedoch landete sie am Ende sogar noch auf dem 5. Platz! Manon Carpenter zeigte einen sauberen und kontrollierten Run, der fast 7 sec schneller als Hannahs war. Als Letzte startete Rachel Atherton, die relativ relaxed und ohne großen Druck ins Rennen starten konnte, denn ihren World Cup Titel hatte sie ja bereits in der Tasche. Von der Engländerin sah man einen absolut einwandfreien Lauf. Sie hatte bis Zuletzt alles unter Kontrolle und meisterte die Sprünge und die vielen Wurzeln perfekt. Mit einem Vorsprung von 3.2 sec vor Carpenter fuhr sie ins Ziel und holte sich den dritten Weltmeistertitel! Was für ein Saisonabschluss!

Respekt an alle, die sich auf die nicht ganz so zahme Strecke in Andorra wagten und ihren Lauf bis nach unten brachten. Emilie Siegenthaler und Carina Capellari landeten auf den Plätzen 6 und 9; bei den deutschen Damen war es Harriet Rücknagel, die sich am besten positionieren konnte. Platz 16 für sie!

Und auch Rachel vergießt ein zwei Tränen der Freude!

Elite Men

Bei den Elite Men ging es dann schon deutlich schneller und auch knapper zur Sache; hier ging es teilweise um Zehntelsekunden. Die Herren hatten ebenso wie die Damen ziemlich mit der Strecke zu kämpfen, was die vielen Stürze, Rutscher und Foot-outs bewiesen. Erik Irmisch hatte mit seinem spektakulären Abgang sein Bike den Hang hinunter geschleudert. Und selbst Sam Hill, von dem man Einiges hätte erwarten können, kam mit der Strecke in Vallnord nicht zurecht. Er fiel ins Fangnetz und verlor wertvolle Zeit. Platz 45 für ihn. Mik Hannah konnte sich dagegen recht schnell auf der Strecke behaupten, so dass er den Hot Seat lange Zeit besetzte. Beim französischen Favoriten Remi Thirion, der 2013 das World Cup Rennen in Vallnord gewann, lief es zwar gut, allerdings konnte er sich nicht gegen die bis dahin gesetzte Bestzeit von Michael Jones durchsetzen. Danny Hart, dem man auf matschig-steilen Strecken Superkräfte nachsagt, konnte seinen Vorsprung, den er am 1. Split inne hatte, nicht behalten und wurde schließlich Elfter.

Loic Bruni beim Lauf seines Lebens!

Bei Greg Minnaars Lauf sollte die Spannnung noch einmal so richtig steigen! Von diesem Mann kann man Downhill in Perfektion erwarten! Er weiß auf Grund seiner langjährigen Rennerfahrung, wo an welcher Stelle er das Tempo anziehen oder drosseln muss, um möglichst viel Vorsprung heraus zu fahren. Und genau das tat er! Beim zweiten Split hatte er fast 6 sec Vorsprung, die ihm weder Gee Atherton (der stürzte!), noch Teamkollege Ratboy abnehmen konnten. Erst Loic Bruni war in der Lage, die Strecke schneller als Minnaar zu bezwingen. Er überzeugte durch eine kreative Linienwahl, ließ es im oberen Teil eher rollen, pushte nicht zu hart und sparte sich seine Kräfte für den steilen, wurzeligen Teil auf. Seine Strategie sollte aufgehen und er setzte eine neue Bestzeit! Fast 2.4 sec war er schneller als Minnaar. Einer hätte ihm den Weltmeistertitel aber noch streitig machen können: Aaron Gwin ging bei dieser Weltmeisterschaft als Letzter auf die Strecke. Und das Unerwartete geschah: Er stürzte! Somit war klar, dass Loic Bruni seinen so lang ersehnten und wohl verdienten Sieg feiern konnte. Er, der so lange und sehnlichst auf einen Sieg im World Cup gewartet hatte, durfte sich nun in Vallnord die Krone des „Champion du Monde“ auf den Kopf setzen. Die Freude war unglaublich groß, seine Familie fiel ihm weinend um den Hals und sämtliche Fahrer gratulierten im anerkennend. Der Titel ging an den Richtigen!

Um dieses wahnsinnig emotionale Rennen zu rekapitulieren, werft einen Blick in unsere großartige Fotogalerie, die uns Sebastian Schieck und Rick Schubert aus Andorra geliefert haben. Vielen Dank für die gute Arbeit!

Alle Ergebnisse könnt Ihr hier einsehen!

Wyn Masters nach dem Rennen auf O-Ton-Fang und Biersuche!

Rachel Athertons GoPro Mitschnitt

Loic Brunis Weltmeisterschaftslauf

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