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EDC: Cappelari und Fischbach siegen in Kranjska Gora

Erstmalig gastierte der iXS European Downhill Cup im slowenischen Kranjska Gora. Johannes Fischbach und Carina Cappellari konnten am Ende als Schnellste von über 400 Fahrern aus 24 Nationen den Platz verlassen.

Nachdem ursprünglich das Auftaktrennen der mittlerweile achten Ausgabe des iXS European Downhill Cups in Maribor stattfinden sollte, musste aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten des Bikeparks der slowenischen Metropole ein Ausweich gefunden werden. Der lokale Organisator schaffte es kurzfristig einen adäquaten Ersatz zu liefern und somit hieß der Austragungsort des ersten Rennens der Europaserie Kranjska Gora. Der durch seine großen Veranstaltungen im Winter nicht weniger bekannte Ort konnte mit einer ziemlich anspruchsvollen Strecke den würdigen Rahmen für das hochkarätige Rennen bieten. Die mehr als 400 Fahrer aus 24 verschiedenen Nationen hatten am Freitag noch mit eher schlechten Bedingungen zu kämpfen.

Regen ließ den zwei Kilometer langen und 300 Höhenmeter umfassenden Kurs mächtig aufweichen.

Der lehmige Untergrund verwandelte dadurch manche Stellen in eine ziemlich rutschige Oberfläche; die steilen Wurzelabschnitte taten ihr Übriges. Somit taktierten einige Fahrer, indem sie erst die letzte Zeit des Trainings nutzten, um dadurch zumindest eine eingefahrene Strecke vorzufinden. Klar war auf jeden Fall, sauber kam aus dieser Geschichte keiner heraus.

Innes Graham
Innes Graham vom MS Mondraker Team © Thomas Dietze

Die übliche Course Check Kamerafahrt wurde von den zwei schottischen Fahrern Lewis Buchanan (GBR – Banshee Bikes Factory Team) und Innes Graham (GBR – MS Mondraker Team) absolviert und dabei zeigte sich, dass wahrscheinlich für Fahrer ihrer Herkunft diese Verhältnisse nicht wirklich was Besonderes sind. Der Kommentar eines Landmannes brachte es etwas überspitzt auf den Punkt:

Wir träumen von Sommertagen wie diesem.

Allerdings sollte dieser Vorteil des gewohnt niedrigen Gripniveaus sich in den weiteren Tagen verringern, denn bereits am Samstag waren die Verhältnisse wesentlich angenehmer und somit konnte die Strecke immer mehr abtrocknen.

Qualifikation

Auf dem Programm des Samstagnachmittags stand der Qualifikationslauf. Auch wenn am Sonntag alle Fahrer an den Start gehen können, bot dieser zumindest für die Klasse Elite Men zusätzliche Spannung. Erstmals wurde in Kranjska Gora das Super Final eingeführt und somit ging es nicht nur um wichtige Punkte, sondern auch um den Einzug unter die Top 30. Allein unter den Qualifizierten des Super Finals wurde nämlich am Sonntag um den Tagessieg gefahren. Obwohl einige Fahrer aufgrund ihrer Weltranglistenplatzierung bzw. der Wertung des Europacups als „protected“ galten, hieß es, schon einmal alles geben. Am Ende war Tagesschnellster Johannes Fischbach (GER – Ghost RRP), der mit einer Zeit von 2:47.540 Minuten und einem Vorsprung von über 6 Sekunden seine Ambitionen auf den ersten Podestplatz ganz klar unterstrich. In der Elite Women Klasse konnte die Südamerikanische Meisterin Mariana Salazar (ESA – Commencal) die schnellste Zeit einfahren. Die Grundlage für ein spannendes Rennen war also gelegt.

Mariana Salazar
Mariana Salazar © Thomas Dietze

Am Sonntag ging es dann pünktlich für die Pro Masters Kategorie los. Schnellster des älteren Semesters war Michal Sliwa (POL – Myslenice), dessen Zeit mit 2:50.780 Minuten sich durchaus sehen lassen konnte. Auf den zweiten Rang fuhr Vlastimil Hyncica (CZE – Specialized CZ), gefolgt von Frank Hedwig (GER – Rad-Art).

In der Klasse Youth U17 konnte sich wie schon am Vortag Andrea Bianciotto (ITA – ASD Sestriere Bike Club) durchsetzen und verdrängte Sylvain Cougoureux (FRA – Les Gets Bikepark) und Ribarich Moritz (AUT – Sports Nut DH Team) auf die nachfolgenden Plätze. Einzige Starterin der U17 female Klasse war Alessia Missiaggia (ITA – Jump DH Team), die aber deshalb hier nicht unerwähnt bleiben soll.

Die erstmalig im Europacup einzeln ausgefahrene Junior U19 Klasse war sowohl zahlenmäßig als auch vom Niveau sehr gut besetzt. Mit einer Zeit von 2:48.489 Minuten konnte Benoit Cougoureux (FRA – Les Gets Bikepark) das Rennen für sich entscheiden, immerhin hätte diese Zeit im Super Final der Elite Men für einen Platz unter den Top 20 gereicht. Auf dem zweiten Rang reihte sich Lotis Revelli (ITA – Argentina Bike) ein, gefolgt von Silas Grandy (GER – Gates Nicolai).
In der Klasse der Elite Women konnte sich etwas überraschend Carina Cappellari (SUI – Radon Magura Factory) durchsetzen. Überraschend allerdings nicht, weil sie nicht zu den schnellsten Frauen des Teilnehmerfeldes gehörte, sondern weil sie es trotz vieler Podestplätze in der Vergangenheit noch nie bis ganz nach oben geschafft hatte. Vielleicht ist der Bann nun gebrochen und das neue Team kann ihr den nötigen Rückhalt bieten. Ihre Zeit von 3:16.913 min verpasste Jana Bartova (CZE – Ghost RRP) mit 1,6 Sekunden Rückstand nur knapp, konnte aber immerhin die Qualifikationsschnellste Mariana Salazar hinter sich lassen, die damit den dritten Rang einfuhr.

Zum ersten Mal: Super Finals

Nach den Elite Women war es dann an der Zeit für die Premiere des Super Finals. Das Small Final der Elite Men war bereits gelaufen, wobei dort ein Fahrer herausstach. Miran Vauh (SLO – Blackthorn), immerhin Gesamtsieger der Serie 2013, legte eine Zeit vor, die wohl nur schwer zu schlagen sein würde. Aber da er sich eben nicht für das Super Final qualifizieren konnte, hatte er mit dem Rennausgang nichts zu tun und konnte seine Zeit am Ende nur theoretisch einordnen. Vorweggenommen sei gesagt, sie hätte für den zweiten Platz gereicht.

Somit ging es also für die besten 31 Fahrer um den Tagessieg. Übrigens 31 und nicht 30, da Johannes von Klebelsberg (ITA – Ghost RRP) durch seinen „protected“ Status hinzukam. Die äußeren Bedingungen waren weiterhin perfekt, so dass man noch schnellere Zeiten als in der Qualifikation erwarten konnte. Dies bestätigte von Klebelsberg, der als erster auf den Kurs ging. Mit einer Zeit von 2:45.460 min lag er schon dicht an Fischbachs Bestzeit des Vortages. Was diese Zeit allerdings wert sein würde, musste sich erst noch herausstellen. Und tatsächlich, von den darauffolgenden Fahrern war einzig Lutz Weber (SUI – Swiss Downhill Syndicate) schneller. Einige Fahrer später kam dann Rastislav Baranek (SLV – Lapierre-CMS) und unterbot leicht, aber diese Zeit hielt dann nicht lange. Slawomir Lukasik (POL – NSbikes FroPro) legt mit 2:40.592 min einen perfekten Lauf hin. Einer nach dem anderen Fahrer, unter ihnen Wyn Masters (NZL – Team Bulls), David Trummer (AUT – Ghost RRP), Nick Beer (SUI – Radon Magura Factory), Jure Zabjek (SLO – Unior Tools Team) und einige weitere Favoriten konnte nicht mithalten und somit war es am Ende nur noch Fischbach, der am Erfolg von Lukasik etwas ändern konnte. Als Fischbach dann ins Sichtfeld des Zieles einbog und nur noch die letzten Wiesenkurven vor sich hatte, konnte keiner sagen, ob dies am Ende reichen würde. Erst die Anzeigetafel offenbarte den Gewinner des Rennens. Neben Fischbachs Name leuchtete ein Minus von 0,877 Sekunden auf. Somit konnte er das Rennen mit einer Zeit von 2:39.715 Minuten für sich entscheiden und geht damit mit einem ordentlichen Vorsprung in der Punktetabelle der Gesamtwertung in die weitere Saison.

Siegerehrung EDC

Das Rennen in Kranjska Gora konnte nicht zuletzt durch eine extrem anspruchsvolle Strecke punkten. Der Saisonauftakt des iXS European Downhill Cups ist damit Geschichte, das erste von fünf Ergebnissen ist in den Büchern und nun geht es am 20./21. Juni weiter mit Schladming, einem der großen Highlights der Saison. Für viele der Protagonisten geht es allerdings bereits am nächsten Wochenende weiter, denn auf dem Programm steht des iXS Dirt Masters Festival in Winterberg. Weitere Informationen und die vollständigen Ergebnisse gibt es wie immer unter www.ixsdownhillcup.com.

Fotos: © extreme-pics.de / Thomas Dietze

Ergebnisse

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