Noch vor wenigen Jahren war der Kauf eines neuen Mountainbikes eine vergleichsweise einfache Entscheidung. Wer ein neues Bike wollte, ging zum Händler, bezahlte den Kaufpreis und fuhr damit nach Hause. Heute sieht die Realität vieler Biker anders aus. Immer mehr Arbeitnehmer leasen ihr Fahrrad über den Arbeitgeber und fahren dadurch Modelle, die sie sich als klassischen Direktkauf möglicherweise nie gegönnt hätten.
Ob E Mountainbike für den täglichen Arbeitsweg, Trailbike für die Feierabendrunde oder Gravelbike für das Wochenende: Bike Leasing hat sich in Deutschland längst vom Nischenmodell zum festen Bestandteil der Fahrradbranche entwickelt. Doch wie funktioniert das System eigentlich? Welche Anbieter gibt es? Und lohnt sich das Dienstrad tatsächlich für jeden?
Vom Firmenwagen zum Firmenbike
Die Grundidee hinter dem Bike Leasing ist schnell erklärt. Ähnlich wie beim Dienstwagen stellt der Arbeitgeber dem Mitarbeiter ein Fahrrad zur Verfügung, das sowohl beruflich als auch privat genutzt werden darf. Die Finanzierung erfolgt über eine monatliche Leasingrate, die meist über eine sogenannte Gehaltsumwandlung abgewickelt wird.
Dabei wird ein Teil des Bruttogehalts für die Leasingrate verwendet. Da die Versteuerung günstiger ausfällt als bei einem normalen Kauf, entsteht häufig ein finanzieller Vorteil gegenüber dem Direktkauf. Genau dieser steuerliche Effekt hat dazu beigetragen, dass das Dienstrad in den vergangenen Jahren einen regelrechten Boom erlebt hat.
Für viele Arbeitnehmer bedeutet das vor allem eines: Sie können hochwertigere Fahrräder fahren, ohne den kompletten Kaufpreis auf einmal investieren zu müssen.





