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Die besten MTB-Hacks

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Die besten MTB-Hacks: 10 geniale Tipps, die jeder Mountainbiker kennen sollte

Clevere Bike-Hacks für Werkstatt und Trail, mit denen du Zeit, Geld und Nerven sparst

Egal ob auf dem Trail, in der Bikepark-Saison oder beim Schrauben in der heimischen Garage, jeder Mountainbiker kennt die kleinen Probleme, die genau dann auftreten, wenn man sie am wenigsten gebrauchen kann. Das Kettenschloss lässt sich nicht öffnen, der Schaumstoffgriff will einfach nicht auf den Lenker, das Laufrad hat einen Seitenschlag oder der neue Schaltzug verschwindet irgendwo im Rahmen.

Die gute Nachricht: Für viele dieser Probleme braucht es weder teures Spezialwerkzeug noch den nächsten Bikeshop. Oft reichen ein Kabelbinder, ein Schnürsenkel, eine alte Zahnbürste oder eine Büroklammer, um sich schnell selbst zu helfen.

Wir haben die besten MTB-Hacks, Werkstatt-Tipps und Trail-Tricks zusammengestellt. Von cleveren Reparaturtipps für unterwegs über praktische Schrauber-Hacks bis hin zu einfachen Kniffen für die Fahrradpflege. Diese Tricks sparen Zeit, Geld und manchmal sogar die komplette Tour.

Vielleicht ist ja sogar der eine oder andere Hack dabei, den selbst erfahrene Mountainbiker noch nicht kennen.

Die besten MTB-Hacks

1. Kabelbinder gegen ausgefranste Schalt- oder Bremszüge

Wer Schalt- oder Bremsleitungen kürzt, kennt das Problem: Die Kunststoffummantelung franst an den Enden gerne aus.

Ein einfacher Trick besteht darin, einen Kabelbinder möglichst fest um die betroffene Stelle zu ziehen. Anschließend entlang des Kabels langsam in der Wickelrichtung drehen.

2. Kettenschloss öffnen ohne Spezialwerkzeug

Eigentlich benötigt man für viele moderne Kettenschlösser eine spezielle Zange.

Falls diese unterwegs fehlt, funktioniert häufig auch die klassische Drahtmethode.

Dazu wird ein dünner Draht oder Speichendraht durch beide Kettenglieder geführt und anschließend verdreht. Durch Zug auf den Draht lässt sich das Kettenschloss oft problemlos entriegeln. Alternativ geht auch ein Schnürsenkel.

Fädle den Schnürsenkel durch beide Öffnungen des Kettenschlosses und kreuze die Enden unterhalb der Kette. Ziehst du nun kräftig an beiden Enden, entspannt sich das Schloss und springt meist problemlos auf.

Zum Schließen setzt du das Kettenschloss wieder zusammen und positionierst es im oberen Bereich der Kette zwischen Kassette und Kurbel. Halte die Hinterradbremse fest und drücke kräftig aufs Pedal. Das Schloss rastet mit einem hörbaren Klick wieder ein.

@mountainbikemagazin Du bist unterwegs und musst dringend dein Kettenschloss öffnen, hast aber gerade leider nicht das passende Werkzeug dabei, dann kann dir dieser kleine Hack vielleicht weiterhelfen! #mtb #mtblife #mountainbike #bikehacks #bikehack #biketips #allesistfahrbar ♬ Originalton – MOUNTAINBIKE

3. Schaumstoffgriffe montieren – ganz ohne Druckluft

Schaumstoff- und Silikongriffe sitzen bewusst extrem stramm auf dem Lenker. Das sorgt zwar für sicheren Halt auf dem Trail, macht die Montage aber oft zur Geduldsprobe. Falls kein Kompressor oder Bremsenreiniger zur Hand ist, helfen ein paar einfache Kabelbinder.

Schiebe den Griff zunächst so weit wie möglich auf den Lenker. Anschließend steckst du mehrere geöffnete Kabelbinder zwischen Lenker und Griff. Dadurch entsteht ein kleiner Spalt, der die Reibung deutlich reduziert. Mit jedem zusätzlichen Kabelbinder lässt sich der Griff leichter in seine endgültige Position schieben. Sitzt er richtig, ziehst du die Kabelbinder einfach nacheinander wieder heraus.


4. Schwammige Bremse trotz Entlüften?

Manchmal fühlt sich eine Scheibenbremse selbst nach einer erfolgreichen Entlüftung noch schwammig an. Der Grund können kleine Luftblasen sein, die sich hinter den Bremskolben versteckt haben.

Entferne zunächst die Bremsbeläge und setze einen 3-mm-Inbusschlüssel als Abstandshalter zwischen die Kolben. Betätige anschließend mehrmals den Bremshebel, sodass die Kolben leicht gegen den Inbus drücken. Stelle den Bremssattel anschließend senkrecht und drücke die Kolben vorsichtig wieder zurück. Danach wird die Bremse erneut entlüftet.

Oft verschwinden so die letzten kleinen Luftblasen und der Druckpunkt wird deutlich knackiger.

 

5. Laufrad zentrieren mit einem Kabelbinder

Ein professioneller Zentrierständer ist praktisch – aber nicht zwingend notwendig.

Für kleinere Seitenschläge genügt oft ein einfacher Kabelbinder. Befestige ihn an der Gabel oder an der Sitzstrebe, sodass das abgeschnittene Ende knapp an der Felge vorbeiläuft. Drehe anschließend das Laufrad langsam und beobachte den Abstand zwischen Kabelbinder und Felge.

Dort, wo die Felge den Kabelbinder berührt oder der Abstand besonders klein wird, befindet sich der Seitenschlag. Mit einem Speichenschlüssel lässt sich dieser anschließend gezielt korrigieren.

Ein einfacher Trick, der unterwegs genauso funktioniert wie in der heimischen Garage.

6. Innenverlegte Züge stressfrei wechseln

Innenverlegte Schalt- und Bremsleitungen sehen zwar sauber aus, sorgen beim Austausch aber häufig für Frust.

Ein einfacher Helfer ist eine aufgebogene Büroklammer. Sobald der Zug im Rahmen sichtbar wird, kannst du ihn damit vorsichtig aus der Austrittsöffnung herausziehen.

Noch komfortabler funktioniert es mit einem starken Magneten. Führst du diesen außen am Rahmen entlang, folgt der Stahldraht im Inneren und lässt sich gezielt bis zur Austrittsöffnung bewegen. Das spart oft viele Minuten Gefummel.

Der Zahnbürsten-Trick für eine saubere Kette

7. Eine gepflegte Kette schaltet besser, hält länger und spart sogar etwas Leistung.

Aus zwei alten Zahnbürsten lässt sich im Handumdrehen ein praktischer Kettenreiniger bauen. Klebe die Bürsten so zusammen, dass sich die Borsten gegenüberliegen. Lege anschließend die Kette zwischen die beiden Bürsten und drehe langsam die Kurbel rückwärts.

Die Borsten reinigen dabei gleichzeitig beide Seiten der Kette und gelangen auch zwischen die einzelnen Kettenglieder. Nach der Reinigung wird die Kette frisch geschmiert und überschüssiges Öl mit einem Tuch entfernt.

Ein günstiger Werkstatt-Hack, der erstaunlich effektiv funktioniert.

8. Pedale lösen – so merkst du dir die Drehrichtung

Fast jeder schraubt beim ersten Pedalwechsel in die falsche Richtung.

Der Grund: Das linke Pedal besitzt ein Linksgewinde, das rechte ein normales Rechtsgewinde. Eine einfache Eselsbrücke lautet deshalb: Zum Hinterrad hin lösen, zum Vorderrad hin festziehen.

So musst du dir nie merken, welches Pedal welches Gewinde besitzt und vermeidest beschädigte Kurbelgewinde durch falsches Drehen.

9. Festsitzende Griffe mit Isopropanol oder Haarspray montieren

Falls du keine Kabelbinder zur Hand hast, gibt es noch einen zweiten bewährten Trick.

Ein wenig Isopropanol oder notfalls Haarspray auf den Lenker geben und den Griff aufschieben. Die Flüssigkeit wirkt zunächst wie ein Schmiermittel und verdunstet anschließend vollständig. Dadurch sitzt der Griff nach kurzer Zeit wieder bombenfest, ohne sich später zu verdrehen.

Bei Lock-on-Griffen ist dieser Trick natürlich nicht notwendig.

10. Schrauben nie trocken montieren

Viele lockere Cockpits oder knarzende Bikes haben dieselbe Ursache: trocken montierte Schrauben.

Gewinde sollten grundsätzlich leicht gefettet werden. Bei besonders beanspruchten Schrauben, etwa an Bremsscheiben oder Kettenblättern, empfiehlt sich stattdessen eine mittelfeste Schraubensicherung. Dadurch lassen sich die Schrauben später leichter lösen und sind gleichzeitig vor dem selbstständigen Lockern geschützt.

Ein kleiner Handgriff, der langfristig viel Ärger ersparen kann.

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