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Interview: Onkel Danny MacAskill über sein Video als Babysitter

Danny und Daisys Vater, dem Cut Media Gründer und Regisseur Stu Thomson im Interview über ihren viralen Banger.

Danny MacAskill ist schon wieder ein viraler Banger gelungen. Schon jetzt reiht sich „Danny Daycare“ als Highlight in die lange Liste seiner Produktionen. Sein neuestes Projekt wurde am 20. Mai veröffentlicht und wurde seitdem bereits weit über 2.000.000 Mal aufgerufen. Das Video ist auch in mehreren Ländern auf YouTube Trends. Höchste Zeit also, sich mit Danny und Daisys Vater, dem Cut Media Gründer und Regisseur Stu Thomson, zusammenzusetzen. Solltet Ihr den Clip, in dem Daisy und Danny zusammen Schottland erkunden, noch nicht gesehen haben, dann solltet ihr es definitiv nachholen. Hier gehts zum Video. 

Interview:

Danny, Stu, vielen Dank, dass ihr euch die Zeit für das Gespräch genommen habt. Wo sollen wir beginnen… Stu, wie geht es Daisy? Ist dem Star des Videos überhaupt bewusst, dass sie nun im Alter von vier Jahren offiziell berühmt ist?

Stu: Haha, Daisy geht es super, danke! Tatsächlich haben wir einen Großteil bereits vor ein paar Jahren gefilmt, als Daisy noch zwei Jahre alt war. Jetzt ist sie schon etwas älter und weiser (lacht). Sie freut sich nach wie vor, wenn ‚Onkel’ Danny zu Besuch kommt. Der Ruhm ist ihr bis jetzt noch nicht zu Kopf gestiegen, aber das kommt mit Sicherheit noch (lacht)!

Wer Danny auf seinen Social Media Kanälen folgt, hat vielleicht vor einigen Wochen bereits den Clip mit Daisy und Danny beim Pumptrack fahren gesehen. Sie hat ihm die Barrel Roll also nicht übel genommen?

Stu: Um ehrlich zu sein, hatten wir für die wilderen Szenen natürlich eine Stunt-Puppe. Jedoch verfolgte Daisy die Barrel Roll von hinter der Kamera und sah dabei zu, wie ihre Puppe namens „Stunt Daisy“ kopfüber durch die Luft sauste. Ihr hat es sehr gefallen, und Danny bekam im Anschluss zur Belohnung eine Schokolinse.

Und Danny, nimmst du es Daisy übel, dass sie dir die Show stiehlt?

Danny: Nein überhaupt nicht! Wir hatten einfach einen tollen Tag zusammen auf dem Bike.

Ihr kennt euch beide ja nun schon ewig und habt bereits viele gemeinsame Projekte realisiert. Wie und wann seid ihr auf die Idee gekommen? 

Danny: Stu ist selbst begeisterter Biker und kaufte Daisy, sobald sie alt genug war, einen Anhänger, den er mit seinem Mountainbike ziehen konnte. Anfangs rissen wir lediglich Witze darüber, dass ich Daisy babysitten könnte und mich mit ihr auf ein Abenteuer rund um Schottland mache, gespickt mit Tricks auf meinem Fahrrad. Irgendwann kamen wir zu dem Entschluss, dass das Projekt ein großartiger Film und eine coole Geschichte für Daisy sein könnte, auf die sie in ein paar Jahren mit Stolz zurückblicken kann. Also machten wir uns ans Werk.

Stu, wie hat deine Frau reagiert, als sie erfahren hat, dass ihre Tochter als Stargast in Dannys Video zu sehen sein soll?

Stu: Sie hat sich an unsere etwas verrückte Art inzwischen gewöhnt, weshalb unser Projekt wohl keine große Überraschung ausgelöst hat. Sie fand die Idee sogar echt lustig und sie scheint keine Gedanken an mögliche Überreaktionen wütender Zuschauer zu verschwenden.

Wie viel Zeit lag zwischen Planungsphase und Premiere? Es soll ja ein recht langer Prozess gewesen sein.

Danny: Hahaha! Nun ja, ursprünglich waren nur ein paar Filmtage geplant, das war im Jahr 2017. Da es ein persönliches Projekt ohne Sponsoren war, versuchten wir, freie Zeitfenster bestmöglich zu nutzen. Jedoch wurde uns schnell klar, dass das im Projekt mehr Potential birgt! Mit dem Fahrradanhänger zu fahren machte wirklich einen riesen Spaß und ich versuchte, bei jeder Ausfahrt erneut meine Grenzen auszuloten. Gegen Ende 2017 verletzte ich mich jedoch am Knie, als wir für ein anderes Projekt filmten, was alles um fast ein Jahr nach hinten verschob. Kurz vor Weihnachten 2018 landete ich schließlich die Barrel Roll, der finale Baustein für den Film. Zu dieser Zeit konnte Daisy bereits selbst Fahrrad fahren!

Was stellte die größte Herausforderung dar, aus Sicht des Fahrers und des Filmers?

Danny: Für mich war die größte Herausforderung auf jeden Fall die Barrel Roll! Wir brauchten unbedingt noch einen „Banger“ für den Film und dieser Trick schwirrte mir schon länger im Kopf herum. Wie bei vielen Tricks, die ich in der Vergangenheit probiert habe, hatten wir keine Ahnung, ob er überhaupt möglich ist. Es hat viele Versuche und viel Geduld gebraucht bis alles klappte. Über mehrere Monate hinweg haben wir insgesamt 16 Tage damit verbracht diesen Trick zu realisieren. Nachdem ich den Trick zunächst in die Schnitzelgrube des Uni 23 Skateparks versucht hatte, folgte eine lange Planungs- und Bauphase, bis ich den Trick schlussendlich im Film landen konnte.

Stu: Im Endeffekt stellte die Zeit uns vor die größte Herausforderung, da wir am Anfang lediglich zum Spaß ein paar Szenen filmten. Jedoch wurde uns schnell bewusst, wie viel Potential das Video hat. Da wir ohne konkreten Auftrag filmten, nutzten wir immer wieder freie Zeitfenster, um einige Szenen zu filmen. Das Hauptproblem stellte zu dieser Zeit Daisys Wachstumsschübe dar, weshalb wir nur Clips mit ihr nutzen konnten, die wir ganz am Anfang gefilmt hatten. Jetzt, zwei Jahre später, haben wir es endlich geschafft. Der Film ist fertig!

Wie viel schwieriger war es für dich, mit dem zusätzlichen Gewicht an deinem Fahrrad Tricks auszuführen? Wie bist du damit umgegangen?

Danny: Mit dem Fahrradanhänger und der Puppe im Gepäck Fahrrad zu fahren, war ein riesen Spaß! Man gewöhnt sich schnell an die Art und Weise, wie sich dein Fahrrad auf den Trails anfühlt. Mit dem Anhänger jedoch fügt man eine ganz neue Variable hinzu. Wenn man bedenkt, wofür er eigentlich geschaffen ist, muss man klar sagen, dass er seine Aufgabe mit Bravour gemeistert hat. Besonders die Federung war beeindruckend. In diesem Video stellten wir jedoch Dinge mit ihm an, für die der Anhänger nun wirklich nicht gebaut wurde. Der Anhänger drohte mich mehrmals, wie ein Klappmesser in die Kurve zu werfen, oder blieb an Steinen und Baumstümpfen hängen. Ein breites Grinsen im Gesicht war im Anschluss jedoch garantiert!

Hast du Änderungen am Bike-Setup vorgenommen?

Danny: Den Anhänger modifizierten wir den kompletten Dreh über praktisch nicht. An Tagen, an denen ich mich besonders gut fühlte, drehte ich die Zugstufe des Dämpfers komplett auf, um den Anhänger noch wilder über den Trail springen zu lassen. Die Hauptänderungen erfolgten vor dem Flip. Bei einer „Barrel Roll“ senkt man seine Schulter im Absprung, wie bei einem „Scrub“. Wenn man dies nun mit einem Anhänger versucht, wird dieser umkippen und seitlich den Absprung entlang gezogen. Zusätzlich neigte der Anhänger durch die Bewegung des Scharniers in der Luft dazu, mich zu überholen, was alles andere als optimal war (lacht)! Am Ende befestigten wir eine Metallplatte, um die Bewegungsfreiheit des Scharniers einschränken zu können. Dies bedeutete jedoch, dass der Anhänger einen Großteil der Rotationskontrolle übernahm. Das haben wir aber erst bei meinem ersten Versuch auf dem finalen Sprung festgestellt. Ich überrotierte stark. Aber, ich bin so froh, dass der Plan am Ende aufgegangen ist!

Wie hoch war denn der Schwierigkeitsgrad im Vergleich zu anderen Produktionen wie „Cascadia“ oder „Imaginate“?

Danny: Dieser Film war ein persönliches Projekt. Deshalb ist das Video auch organischer und mit weniger Planungsaufwand realisiert worden als einige unserer größeren Projekte. Wir filmten einfach wann wir konnten. Ungefähr nach der ersten Hälfte des Drehs wurde uns mehr und mehr bewusst, wie viel Potential das Projekt bietet und zeitgleich wuchs unsere Motivation. Eins der coolsten Tage war definitiv, als wir uns wieder auf dem Cuillin Ridge der Insel Skye befanden, dieses Mal jedoch mit Fahrradanhänger! Definitiv eine spannende und zugleich super witzige Aktion!

Was sind eure persönlichen Highlights des Videos? 

Stu: Ich liebe das Ende, als Daisy zusammen mit Danny auf dem Pumptrack fährt. Es war ein super spaßiger Tag und ich denke, es verschafft dem Film einen schönen Abschluss. Ein weiteres Highlight für mich war, wieder auf dem Cuillin Ridge der Insel Skye zu filmen. Daisy war natürlich nicht dabei, jedoch war es einfach toll, so viele Jahre nach dem Film „The Ridge“ wieder an den Ort des Geschehens zurückzukehren. Es ist einfach ein ganz besonderer Ort.

Danny: Wie Stu schon sagte, die Fahrt auf dem Pumptrack mit Daisy war super! Sie hat bestimmt über 50 Runden gedreht (lacht)! Den Flip zu landen, war für mich ein persönliches Highlight, vor allem hinsichtlich des immensen Arbeitsaufwandes, um ihn schlussendlich erfolgreich hinzubekommen.

Danny, welche Neuigkeiten erwarten uns noch im Jahre 2019? Können wir uns auf weitere Videos von dir freuen?

Danny: Dieses Jahr habe ich wieder einen prall gefüllten Terminkalender. Ich werde zusammen mit der Drop and Roll Tour wieder zahlreiche Shows veranstalten und habe dazu noch etliche weitere Projekte in petto. Mit dem Launch meines eigenen YouTube-Kanals werde ich natürlich auch für diesen weitere Videos produzieren.

Stu, wie hoch stehen die Chancen, dass Daisy in weiteren Bike Videos auftritt?

Stu: Man weiß ja nie… in der nächsten Zeit jedoch sicherlich nicht (lacht)!

Wir danken euch beiden für eure Zeit und sind bereits gespannt, welche Projekte uns in Zukunft erwarten!

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