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Für wen machen Carbon Laufräder wirklich Sinn?

Carbon Laufräder – Brauchen wir sowas?

Carbon gibt es schon seit vielen Jahren in der Bike Branche. Wir haben zahlreiche Firmen gesehen, die mittlerweile voll darauf setzen ihre Rahmen zu formen anstatt zu schweißen, wobei manche auch zu ihren Bauxit-Wurzeln zurück gekehrt sind. Es ist mittlerweile gang und gäbe, die Hauptstrukturen eines Bikes aus Carbon zu fertigen. Das Rückrat von Manon Carpenters Fahrrad, mit dem sie sowohl den World Cup als auch die Weltmeisterschaft gewinnen konnte, besteht aus Carbon. Und auch fast alle Teile von Ratboy Brycelands V10 stammen aus aus einer Form, an Stelle eines Montage Ständers. Dabei gibt es noch einen Bereich, bei dem eher zögerlich auf Carbon gesetzt wird, nämlich bei Laufrädern. Was auch daran liegen mag, dass die Laufräder so nah am ersten Kontaktpunkt liegen – meistens einem Stein. Also was solltet ihr bedenken, wenn ihr euer Geld für ein paar gewobene Laufräder raus hauen wollt?

Unsere englischen Kollegen haben sich aufgemacht, um Rob „Box“ Cooskley bei Bad Ass Bikes einen Besuch abzustatten, um seine Meinung zu Carbon-Laufräder zu erfahren.

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Box? Wer zur Hölle soll das sein?

Als Steve gefragt wurde, wie er Box beschreiben würde, sagte er: „er ist ein großartiger Typ, sorgfältig und er hat definitiv keine Angst davor sich die Hände schmutzig zu machen. Seit seines letzten Besuchs bin ich dabei mein Badezimmer umzudekorieren…“. Aber im Ernst, er ist vielleicht nicht ganz dicht, wenn er auf seinem Bike unterwegs ist, aber das hat sich definitiv schon ausgezahlt. Anfang 2000 stand Box öfter bei Downhill Rennen auf dem Podium und seither war er bei der UK Gravity Enduro Serie immer vorn dabei. Zu all er Rennerfahrung kommt auch noch sein Hintergrund in der Bike Branche. Er hat für Rockshox gearbeitet, bevor er sich 1999 mit einem eigenen Laden selbstständig gemacht hat. Mittlerweile ist er ein hoch angesehener Experte was Laufräder und Custom-Aufbauten betrifft. Anders gesagt, wir respektieren Box‘ Meinung sehr, und genau das ist der Grund, warum wir mit ihm über das Thema Laufräder quatschen wollen.

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Es geht um die Dynamik

Beschleunigung ist eines der großes Themen, wenn wir über Carbon Laufräder sprechen. Die geringe Flexibilität führt dazu, dass man schnell Geschwindigkeit aufbauen kann. Für diejenigen unter euch, die auf der Ideal-Linie ordentlich Gas geben und aus Kurven raus sprinten, kann das bei einem Enduro Rennen schon Sekunden ausmachen, oder Zehntel bei einem Downhill Rennlauf.

CARBON & ALUMINIUM

Bei Überlegungen über Carbon vs. Aluminium ist Steifigkeit eines der Hauptstichwörter. Wie ihr im Video (ab 4 Minuten) sehen könnt, gibt es einen riesigen Unterschied zwischen der Steifigkeit von Carbon- und Aluminiumlaufrädern. Verbaut man eine sehr steife Felge in ein Rad, kann es auf dem Trail schon mal brutal werden. Box empfiehlt sogar, dass man die Federung etwas weicher einstellt, wenn man auf Carbon Laufrädern unterwegs ist, da eine Aluminium Felge viel mehr mit dem Untergrund arbeitet, als eine Carbon Felge. Falls du von Carbon auf Aluminium umsteigst, solltest du es umgekehrt angehen. Am Besten ist es, wenn man auf den gleichen Strecken bei einer konstanten Geschwindigkeit die Unterschiede für sich selbst ausprobiert. 

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Ein aggressiver Fahrstil

Aluminium ist auf keinen Fall außer Mode, wenn es um Laufräder geht, trotzdem sollte man sich Gedanken über seinen Fahrstil machen. Falls man einen sehr aktiven und harten Fahrstil hat, bei dem man exakt spürt, was die Räder unter einem tun und man aktiv pusht anstatt einfach rollen zu lassen, dann können Carbon Laufräder einen klaren Vorteil verschaffen, besonders bei größeren Laufradgrößen und wenn man gegen die Uhr fährt. Wenn man einfach nur auf normalen Trail Runden unterwegs ist, dann sind Aluminium Felgen perfekt. Sie geben einem ein gutes Gefühl und überleben jede Misshandlung. Wer nicht nur mit durchgestylten Felgen protzen will, sondern wirklich Zeit gut machen möchte, für den könnten Carbon Laufräder wirklich Sinn machen. Ihr solltet einfach im Hinterkopf behalten, dass Carbon Felgen viel härter zu fahren sind und dabei auch noch einen riesigen Haufen Kohle kosten. Natürlich gibt es auch billigere Ausführungen, aber wenn man überlegt, dass Box auf seinen teuren Laufrädern schon 3 Jahre unterwegs ist, während er sie normalerweise nach einer Saison tauschen muss, dann ist Haltbarkeit sicherlich ein Thema.

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worauf solltet ihr unterwegs sein?

Wenn man sich solche Carbon-Laufräder kaufen/aufbauen möchte, dann ist das sicherlich nicht das billigste Unterfangen – wir sprechen hier schließlich über (teilweise) mehrere tausend Euro. Das ist ein sehr teures Upgrade, aber gerade wenn man ein sehr aggressiver Fahrer ist und Rennen fährt, dann sollte man den Haltbarkeits-Aspekt nicht außer Acht lassen. Wer seine sauer verdiente Kohle in Carbon investiert, der bekommt langlebige Laufräder, die einem Zeit gut machen können und einem direktes Feedback beim Fahren liefern. Wer einfach nur auf seinen normalen Runden unterwegs ist und ab und zu mal im Bikepark vorbei schaut, der erntet damit nur ein paar neugierige Blicke – aber vielleicht seid ihr genau darauf aus? Für die aller meisten Fahrer sind Aluminium Felgen also mehr als ausreichend – aber wer auf ein paar Sekunden aus ist und auf direktes Feedback beim Fahren steht, der könnte sich das mit den Carbon Laufrädern mal überlegen.

 

 

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