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Der wichtigste Mann im Bikepark “Filthy Trails”: Styles Hanssens

Wir haben euch ja letzte Woche von den Filthy Trails berichtet, dem kleinen Bikepark in Belgien. Obwohl der Park bei weitem nicht so hoch frequentiert ist, wie Locations à la Winterberg, shredden dort jährlich an die 5000 Biker. Klar, dass die Strecken einiges mitmachen müssen! Damit sich die Biker nicht mit Bremswellen und Co. rumschlagen müssen, steckt Styles Hanssens eine Menge Arbeit und Energie in die Streckenpflege. Er hat die Filthy Trails vor gut 8 Jahren ins Leben gerufen und ist seither für die Strecken verantwortlich. Wir möchten die Gelegenheit nutzen, um Styles und seine Arbeit mal etwas genauer vorzustellen!

Styles ist natürlich der Erste, der sich auf den frisch gebauten Trails ordentlich austobt!

Die Entstehungsgeschichte

Wie kommt man eigentlich dazu einen Bikepark zu bauen? Klar, viele wollen vielleicht einfach selbst in die Hand nehmen, auf welchen Strecken und Sprüngen sie so trainieren. Bei Styles Hanssens kam die Motivation allerdings aus einer anderen Richtung. Styles war einer von den Typen, die immer draußen unterwegs waren; er ist Motocross gefahren und hat sich gerne mit allen seinen Freunden umgeben. Soweit, so normal. Bis Styles eine echt harte Phase in seinem Leben durchmachen musste. Er hatte Monate lang hart mit sich kämpfen, bis er seinen Glauben und seine Freude am Biken wiedergefunden hat.

Zusammen mit einem Kumpel hat Styles angefangen die Natur mit XC Rädern zu erkunden, als die beiden im Wald zum ersten Mal ein paar Typen mit Downhillrädern getroffen haben. Styles war von den Teilen so begeistert, dass er sich innerhalb einer Woche selbst ein Big Hit zugelegte, um selbst richtig los legen zu können.

Er fing sofort an im Internet zu recherchieren und musste enttäuscht feststellen, dass der nächste Bikepark einfach viel zu weit weg war. Total angefixt vom Freeriden, hat Styles kurzerhand beschlossen einfach selbst einen Bikepark zu bauen. Und genau diese Idee war es auch, die ihm geholfen hat sich aus seinem Loch zu befreien! Ein Bikepark als Therapie, sozusagen.

Biken als Therapie

Viele von euch hatten bestimmt schon selbst etliche Diskussionen und Probleme mit Förstern, die im Allgemeinen nicht so gut auf Mountainbiker zu sprechen sind. Genauso ist es Styles in Holland auch ergangen, weswegen er sich auf die Suche nach einer geeigneten Location für seinen eigenen Bikepark gemacht hat. Auf einer seiner Entdeckungstouren mit dem XC Bike ist der dann auf “De Maasvallei” in Belgien gestoßen, dem heutigen Standort der Filthy Trails. Styles hatte wohl großes Glück, dass der Besitzer des Terrains vielleicht gar nicht so genau verstanden hatte, worum es eigentlich ging, der willigte nämlich sofort ein ohne groß zu zögern.

Mit gerade mal einer Schubkarre, zwei Schaufeln, und zwei Sägen ging es dann an die Arbeit. In mühsamer Handarbeit haben Styles und sein Kumpel angefangen die ersten Trails und Sprünge zu errichten. Styles war Feuer und Flamme für seine Idee und war zum ersten Mal seit Monaten wieder voll dabei! Seine Motivation allein hat das Projekt letzten Endes auch voran getrieben, denn selbst Freunde hielten sein Vorhaben für vollkommen utopisch!

Styles hatte große Pläne für seinen Bikepark! Er träumte von Rennen, Fahrtechnikkursen und tausenden Besuchern. Die Realität sah aber ganz anders aus. Das Projekt schritt so zäh voran, dass am Ende sogar sein Kumpel das Handtuch schmiss. Obwohl Styles fortan auf sich allein gestellt war, hat er es geschafft mit unendlicher Motivation alle Durststrecken durchzustehen. Während am Anfang vielleicht 10 Biker pro Monat in seinen Bikepark kamen, haben sich die Filthy Trails mittlerweile zu einer sehr beliebten MTB Location weiter entwickelt, die jährlich von über 5.000 Bikern besucht wird.

© Danny Jacobs

Der Bikepark

Am Ende hat es Styles geschafft seine Idee in die Tat umzusetzen! Die Filthy Trails sind mittlerweile vielen Bikern ein Begriff und an den Wochenenden ist immer einiges los. Da der Park sehr grenznah gelegen ist, trifft man eine bunte Mischung an Bikern aus verschiedenen Ländern. Dabei bleibt aber immer ein Teil der familiären Atmosphäre erhalten, weil der Spot trotzdem nicht so überlaufen ist, wie die größeren Bikeparks. So haben auch Anfänger die Möglichkeit sich in Ruhe an Sprünge heranzutasten und alles in ihrem Tempo auszuprobieren. Gleichzeitig gibt es aber auch eine riesige Spielwiese an Obstacles für versiertere Fahrer.

Styles hat es geschafft, den Betrieb in seinem Bikepark ordentlich anzukurbeln, nicht zuletzt, weil er sich mit “Filthy Trails MTB” selbstständig gemacht hat und viele zusätzliche Leistungen rund um die Strecken anbietet. Seit einiger Zeit gibt es dadurch auch verschiedene Leihbikes, mit denen man die Filthy Trails ordentlich austesten kann. Außerdem werden mehrmals pro Jahr Fahrtechnik Workshops angeboten. Aber keine Sorge, falls euer Niederländisch nicht so ganz sitzt; die Kurse finden auch auf Deutsch oder Englisch statt.

Was man ansonsten noch alles zum Thema Filthy Trails wissen muss, findet ihr hier!

Die Streckenpflege

Es gibt einfach immer etwas zu tun: Styles bei der Arbeit auf den Filthy Trails.

Seit Styles 2006 angefangen hat mit zwei Schaufeln und einer Schubkarre ein paar Sprünge zu bauen, hat sich einiges getan im Bikepark Filthy Trails. Mittlerweile gibt es sechs Strecken, die mit vielen verschiedenen Sprüngen und Anlieger-Kurven für einen Haufen Fahrspaß sorgen. Was für die Biker ein netter Zeitvertreib ist, hat sich für Styles zum Fulltime Job entwickelt. In so einem Bikepark fällt schließlich immer etwas an! Bremswellen platt machen, Absprünge erneuern, North Shore Elemente ersetzen, Styles kann sich sicher nicht über zu wenig Arbeit beschweren. Hinzu kommt, dass Styles das Pensum größtenteils allein bewältigen muss, auch wenn ihm natürlich ab und an Freunde fleißig zur Hand gehen.

Styles hat alle Strecken selbst geplant und gebaut. Er achtet dabei immer darauf, dass Biker aller Level auf ihre Kosten kommen. Größere Hindernisse können ohne Probleme umfahren werden und wer auf Airtime aus ist kann richtig Gas geben! Styles probiert dabei gerne verschiedene Dinge aus, weswegen die Strecken auch öfters modifiziert werden. Man kann sich also immer auf neue Herausforderungen freuen.

Wenn Styles nicht gerade an seinen eigenen Strecken feilt, dann bietet er seine Dienste als Streckenbauer auch gerne bei anderen MTB Projekten an. Zusammen mit dem Geländefahrrad Aachen e.V. ist mit seiner Hilfe am Dreiländereck ein kleiner Bikepark für Vereinsmitglieder entstanden. Und auch dem belgischen Bikepark Ovifat konnte Styles mit seiner Erfahrung und Expertise weiterhelfen.

Falls ihr mal vor Ort sein solltet, dann haltet einfach die Augen offen. Styles ist eigentlich immer da und hat ein offenes Ohr für Vorschläge und Feedback! Biken und Bauen scheinen halt doch die beste Therapie zu sein, denn Styles hat immer noch so viel Freude an seinem Bikepark, wie am ersten Tag! Und das steckt echt an!

Fotos © A.B. Photography & Danny Jacobs 

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