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„Jedes Jahr eine Sekunde“

Downhill-Youngster Vali Höll will Schritt für Schritt nach vorne

Unter dem Motto „Road to Leogang 2020“ bereitete sich das Downhill-Team des österreichischen Radsport-Verbands in Leogang kürzlich auf kommende Rennen vor.

Mit an Bord auch Vali Höll. Die 16-Jährige Pinzgauerin feierte vor Kurzem ihren zweiten Weltcupsieg bei den Juniorinnen. Beim Out of Bounds Festival vom 07. bis 10. Juni steht ihr Weltcupdebüt auf heimischem Boden vor der Tür.

Vali Höll ist nicht mehr zu stoppen

Vali, du bist in Losinj in Kroatien sensationell in die Saison gestartet – dein Weltcupdebüt bei den Juniorinnen und gleich zwei Siege. Deine Zeit hätte selbst in der Eliteklasse für einen sechsten bzw. vierten Platz gereicht. Wie beurteilst du dein Abschneiden?

„Ich kann nicht fassen, dass es gleich so gut begonnen hat. Ich meine, es sind schon noch zehn Sekunden, die mir auf die Elite fehlen, aber die haben ja auch zehn Jahre mehr Erfahrung. Deshalb habe ich mir gedacht: jedes Jahr eine Sekunde, bis ich dabei bin. Dann passt das gut.
Im Downhill, wo es wenig Junioren gibt und das Feld weltweit kleiner ist als z.B. im Skisport, muss man sich nach oben hin orientieren. Das ist auch für die Motivation besser, das pusht einen voll. Zum Beispiel war auch Tahnee Seagrave sehr dominant in der Juniorenklasse. Sie hat immer nach oben geschaut, ein Grund, warum sie jetzt so gut ist. Obwohl sie noch so jung ist, ist ihr letztes Jahr in Leogang auch ihr erster Weltcuperfolg gelungen.“

Was hat sich seit deinen Debüt-Siegen verändert? Hast du das Gefühl weiter ins öffentliche Rampenlicht gerückt zu sein?

„An dem Weltcupwochenenden habe ich definitiv mehr Follower bekommen. Vorher war es so, dass, wenn ich in Leogang zugeschaut habe, die Pros mich nicht gekannt haben. Aber ich war ein riesen Fan von ihnen, umso stolzer macht es mich, dass sie jetzt auf mich zu kommen, mich grüßen und wir eine große Family sind.“

Du bist zwar schon beim IXS European Downhill Cup in Leogang gefahren, beim Weltcup warst du bisher aber immer Zaungast und hast im Ziel mitgefiebert. Mit welchen Gefühlen schaust auf dein Debüt? Verspürst du irgendeinen Druck?

„Ich habe so lange darauf gewartet, endlich beim Weltcup im Starthaus von Leogang stehen zu dürfen. Damit geht ein Traum von mir in Erfüllung. Ich bin schon einige Male gut und schnell gefahren, da will ich auch daheim gut und schnell sein. Ich will gewinnen und zeigen, was ich kann. Das ist der Druck den ich mir selber mache. Die Herausforderung besteht darin, damit umzugehen.“

Vali am Start des World Games of Mountainbiking Rennens 2014, damals war sie 13 Jahre jung

Hat sich an deinem Training etwas verändert, seit du im Weltcup fährst?

„Weil 2020 ja die Heim-WM in Leogang am Programm steht, hat der österreichische Radsportverband eine Trainingsgruppe ins Leben gerufen, das ist extrem cool. Hier trainieren wir Jungen mit den erfahrenen Weltcupfahrern, wie z.B. David Trummer und Andi Kolb. Am Wochenende in Leogang haben wir viel an der Technik gefeilt. Es war extrem professionell. Und Leogang ist das optimale Trainingsgelände, es gibt hier richtig geile Downhillstrecken vor Ort.“

Im Trainingslager bist du das einzige Mädel – wie ist es, sich mit den Jungs zu messen?

„Ich bin es gewohnt das einzige Mädel zu sein. Das war ich immer, schon in der Volksschule. In Österreich gibt gerade mal vier Nachwuchs-Downhillerinnen, wenn überhaupt. Es macht mir Spaß, und ich will einfach mit den Jungs mithalten. Ich merke, dass ich dadurch schneller und besser werde, wenn ich mit ihnen fahre.“

Vali Höll ist eine verdammt stylische Katze

Acht Jahre nach der letzten Austragung ist der Bikepark Leogang 2020 wieder Schauplatz einer Weltmeisterschaft. Könnte das deine WM werden?

„Ich finde es saucool. 2020 wird mein erstes Jahr in der Eliteklasse. Das wird extrem interessant. Bisher ist es noch keinem Mädel gelungen im ersten Elitejahr ganz oben zu stehen. Das möchte ich natürlich schaffen.“

Was sind deine weiteren Ziele für die Zukunft?

„Verletzungsfrei zu bleiben, ist mein Hauptziel bis in die Ewigkeit. Und Spaß zu haben, das ist das Wichtigste. Vor zwei Jahren habe ich den Spaß vergessen, da muss man sich erinnern, was für ein Glück man hat, diesen Sport ausüben zu dürfen, dann klappts auch wieder mit den guten Ergebnissen.“

In gut einer Woche werden sich die weltbesten Downhill-Mountainbiker im Bikepark Leogang ein Stell-Dich-Ein geben. Der Mercedes-Benz UCI Mountain Bike Downhill World Cup gastiert nun schon bereits zum achten Mal im Bikepark Leogang und das Out of Bounds Festival in Saalfelden Leogang vom 7. – 10. Juni kombiniert den Weltcup mit einem spektakulären Rahmenprogramm. Neben Side Events zum Mitmachen und der großen Team & Expo-Area wird es dieses Jahr auch ein Open-Air-Konzert geben. Tickets für das Out of Bounds Festival und den Mercedes-Benz UCI Mountain Bike Downhill Mountain Bike World Cup in Saalfelden Leogang sind auf hier verfügbar.

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