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Rider

Franz Grossmanns langer Weg zurück ins Leben

Nach dem schweren Unfall 2017 in Mexiko mit Koma, komplizierter OP und zehrender Reha-Zeit sitzt Franz Grossmann mittlerweile wieder auf dem Bike

Foto: sd photography

Ob Franz Grossmann überhaupt jemals wieder auf einem Bike sitzen würde – diese Frage stellte sich im Jahr 2017 zunächst gar nicht. Zu gravierend waren die Folgen des Unfalls an jenem 30. April vor vier Jahren, als der Kärntener beim Downhill-Event „Downtown Puerto Vallarta“ in Mexiko so schwer verunglückte, dass er sechs Monate im künstlichen Koma lag. Er überlebte das Schädel-Hirn-Trauma und die Hirnschwellung. Bei einer komplizierten OP sollte sein Leben dann noch einmal auf der Kippe stehen, doch der heute 34-Jährige überstand auch diese kritische Phase. Dank des Zusammenhalts in der Bike-Community wurde bei einer GoFundMe-Kampagne umgehend finanzielle Unterstützung organisiert für die Familie, die ihm gemeinsam mit dem engsten Freundeskreis mit aller Kraft wieder auf die Beine half.

„Ohne die GoPro-Aufnahme wüsste ich von meiner Fahrt nichts mehr. Sie ist wie aus meinem Kopf gelöscht. Ich kann von Glück reden, dass nichts mehr da ist – kein normaler Mensch würde jemals wieder auf ein Bike steigen“ – Franz Grossmann

Bei der anschließenden Reha kämpfte er sich durch alle Höhen und Tiefen langsam zurück und ist nach immensen Fortschritten – vor allem in den vergangenen Monaten – wieder genesen. Mitte 2019 holte er erstmals wieder den Downhill-Hobel aus der Garage und ist seitdem regelmäßig auf den Trails in den Bergen rund um Klagenfurt unterwegs. Das unermüdliche Training und die verschiedenen Therapien zahlen sich aus.

Trotz des Unfalls hat sich der ehemalige Pro nie die Motivation und seinen Traum nehmen lassen, verfolgt eisern das Ziel, wieder unter den Besten mitzumischen. Als ehemaliger Staatsmeister im Kajak will er nebenbei auch öfter zurück ins Wildwasser. Derzeit sind mehrere Projekte in der Pipeline, so ist etwa ein Buch über seine Geschichte geplant, zudem hat er einen Modelvertrag bei einer Frankfurter Agentur unterschrieben. Denn dauerhaft fast ausschließlich auf den Schicksalsschlag reduziert zu werden, geht ihm verständlicherweise gegen den Strich. Das spornt ihn nur mehr an, in der kommenden Zeit auf dem Zünder zu bleiben.

Täglich stehen weiterhin mehrere Stunden Physio- und Psychotherapie auf dem Programm. Es geht für ihn darum, Balance zu finden und zu alter Stärke zurückzukehren. Besonders bei Piloten, die Überdurchschnittliches leisten, spielt die mentale Komponente eine entscheidende Rolle, um volles Potenzial auszuschöpfen. Auch wenn ihn laut eigener Aussage das Biken beinahe sein Leben gekostet hätte – es bleibt der für ihn essenziell wichtige Sport: „Dieses Gefühl von Freiheit ist einfach unglaublich und nicht ersetzbar durch andere Dinge“, sagt Franz, der regelmäßig vor unerwartete Herausforderungen gestellt wird: „Ich musste bei der Führerscheinstelle beweisen, dass ich fähig bin, ein Auto zu fahren. Jede Therapieeinheit empfinde ich als Prüfung. Gute Sessions motivieren mich, geben mir wieder Kraft, an meinem Ziel zu arbeiten.“

Der österreichische Haudegen hat noch viel vor. In den nächsten Wochen sollen weitere Projekte folgen. Wir freuen uns vor allem darüber, dass er nach dieser harten Nummer und den zermürbenden Monaten in der Reha wieder fest im Sattel sitzt!

 

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