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Red Bull Rampage 2026

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Red Bull Rampage 2026: Zurück am legendären Original-Spot

25 Jahre Red Bull Rampage, zurück am Original-Spot von 2001: In Utah wird wieder gebuddelt, getestet und gezittert. Heute starten die Frauen, Samstag die Männer.

25 Jahre Red Bull Rampage und ausgerechnet zum Jubiläum geht es zurück zu den Wurzeln. Für die Red Bull Rampage 2026 kehrt die Freeride-Elite an den ursprünglichen Austragungsort in Virgin, Utah, zurück. Dort, wo 2001 eine Handvoll ziemlich mutiger Mountainbiker begann, das technisch und physisch Machbare auf zwei Rädern neu zu definieren.

Vom 8. bis 10. Oktober steht die Wüste im Südwesten der USA wieder im Zeichen von steilen Ridgelines, massiven Drops und selbstgebauten Lines. Den Anfang machen heute die Frauen, bevor am Samstag die Männer um die begehrte Rampage-Trophäe fahren.

Die 20. Ausgabe des Events dürfte dabei alles andere als ein gemütlicher Nostalgie-Trip werden. Denn das Gelände ist weitgehend unberührt, die Temperaturen sind hoch und die Rider müssen ihre Wege durch den Berg größtenteils neu erschließen.

Red Bull Rampage 2026

Zurück zum Ursprung: Der legendäre Rampage-Spot von 2001

2001 war Freeride-Mountainbiking noch eine vergleichsweise junge Disziplin. Die ersten Rampage-Rider kamen aus dem Downhill, Dirtjump und der aufkommenden Freeride-Szene. Ihr Ziel war simpel und gleichzeitig ziemlich verrückt: mit dem Mountainbike durch die steilen Sandsteinformationen von Utah fahren, obwohl dort eigentlich keine Trails existierten.

25 Jahre später ist aus dem damaligen Experiment eines der bekanntesten Events der MTB-Welt geworden.

Für das Jubiläum kehrt Rampage an das ursprüngliche Gelände an der Kolob Terrace Road zurück. Das sogenannte OG-Venue wurde bereits zwischen 2001 und 2004 genutzt und für 2026 um einen bislang unbefahrenen Bereich oberhalb des ursprünglichen Spots erweitert.

Das bedeutet: bekannte Freeride-Geschichte trifft auf neues Gelände. Und vor allem auf Features, die es in dieser Form noch nicht gibt.

Catching Up with 10 Red Bull Formation Diggers - PinkbikeDig Days: Bevor gefahren wird, muss geschaufelt werden

Wer Rampage nur vom Livestream kennt, sieht vor allem gewaltige Sprünge, technische Passagen und spektakuläre Tricks. Was dahintersteckt, gerät dabei leicht in den Hintergrund.

Denn anders als bei einem klassischen Downhill-Rennen existiert hier keine vorgegebene Strecke.

Jeder Rider entwickelt gemeinsam mit zwei Dig-Crew-Mitgliedern eine eigene Line durch den Berg. Mit Handwerkzeugen werden Absprünge geformt, Landungen vorbereitet und teilweise völlig neue Verbindungen zwischen natürlichen Geländeformationen geschaffen.

Und genau hier liegt 2026 eine besondere Herausforderung.

Weil der Spot größtenteils unberührt ist, können die Crews kaum auf bestehende Features zurückgreifen. Das eröffnet mehr Freiheit bei der Linienwahl, bedeutet aber auch deutlich mehr Arbeit.

Hinzu kommt eine Besonderheit: Männer und Frauen nutzen denselben Startbereich. Gerade im oberen Abschnitt werden deshalb einige Lines gemeinsame Passagen haben. Strategische Entscheidungen bei der Routenplanung spielen damit eine noch größere Rolle.

Red Bull Rampage 2026

Hitze, neue Lines und ziemlich große Canyon Gaps

Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Erste Features werden getestet, Anfahrten angepasst und Landungen noch einmal nachgearbeitet.

Dabei ist das Gelände nicht die einzige Herausforderung. Auch die hohen Temperaturen machen den Crews zu schaffen.

Der Belgier Thomas Genon bringt die Situation ziemlich gut auf den Punkt: Das neue Gelände sei körperlich fordernd, aber schließlich hätten sich die Rider genau diese Herausforderung gewünscht.

Besonders gespannt darf man auf die Line von Tomas Lemoine sein. Der Franzose hat sich erneut ein großes Feature vorgenommen.

Ein Canyon Gap beschäftigt ihn offenbar sogar nachts. Das Risiko sei ihm bewusst, erklärt Lemoine, aber genau die Vorstellung, dieses Feature sauber zu landen, sei für ihn ein entscheidender Antrieb.

Auch Carson Storch betont, wie wichtig die Zusammenarbeit mit der eigenen Dig Crew ist. Für ihn macht es einen enormen Unterschied, wenn die Builder selbst auf hohem Niveau fahren und genau verstehen, wie sich ein Absprung oder eine Landung auf dem Bike anfühlen muss.

Das ist der Teil von Rampage, den man leicht unterschätzt: Hinter wenigen Minuten im Finale stecken Tage voller körperlicher Arbeit, Diskussionen und ziemlich großer Entscheidungen.

Red Bull Rampage 2025 womenDie Frauen eröffnen die Red Bull Rampage 2026

Am Donnerstag, 8. Oktober, stehen zunächst die zwölf eingeladenen Frauen im Mittelpunkt. Es ist erst das dritte Mal in der Geschichte von Red Bull Rampage, dass ein eigenständiger Frauen-Wettbewerb stattfindet.

Mit dabei sind unter anderem Hannah Bergemann, Harriet Burbidge-Smith, Camila Nogueira und Mikayla Parton. Auch die zweifache Siegerin Robin Goomes gehört zum Starterfeld.

Für Hannah Bergemann ist es ihre zweite Rampage. Allerdings bringt die Erfahrung aus dem Vorjahr nur bedingt Vorteile. Das Gelände ist neu, und damit beginnt auch die Linienplanung praktisch wieder bei null.

Harriet Burbidge-Smith beschreibt die Dimensionen der diesjährigen Veranstaltung als spürbar größer: mehr Features, mehr Gelände und deutlich mehr Menschen vor Ort.

Besonders emotional dürfte die Teilnahme für Mikayla Parton sein. Die Einladung war eines ihrer großen Saisonziele. Dafür reiste sie bereits im April nach Utah, um Aufnahmen für ihre Bewerbung zu sammeln.

Für sie fühlt sich allein die Teilnahme bereits wie ein Erfolg an.

Red Bull Rampage 2026

Bei den Männern bleibt das Niveau brutal hoch

Am Samstag übernehmen dann die Männer den Berg. 18 eingeladene Freerider kämpfen um den Sieg bei der Jubiläumsausgabe.

Namen wie Carson Storch, Thomas Genon, Cam Zink, Reed Boggs, Kade Edwards, Tomas Lemoine und Hayden Zablotny versprechen eine Mischung aus massiven Tricks, technischen Lines und ziemlich kompromisslosem Big-Mountain-Riding.

Spannend wird vor allem die Frage, welche Strategie sich auf dem neuen alten Gelände durchsetzen kann.

Setzen sich Rider durch, die mit extremen Tricks und großen Sprüngen punkten? Oder bekommen technische Lines, steile Felsabfahrten und kreative Routenwahl besonders viel Aufmerksamkeit von den Judges?

Diese Diskussion gehört zu Rampage inzwischen genauso wie die roten Sandsteinberge selbst.

Carson Storch beschreibt den besonderen Charakter des Events treffend: Beim ersten Run gehe es vor allem darum, die eigene Line sauber zu fahren. Der direkte Konkurrenzkampf werde erst dann richtig relevant, wenn es im zweiten Versuch um Podiumsplätze oder sogar den Sieg geht.

Gerade dieser Mix aus gegenseitiger Unterstützung und individueller Risikobereitschaft macht Rampage bis heute besonders.

Red Bull Rampage 2026

Wie funktioniert das Red Bull Rampage Format?

Red Bull Rampage ist kein Rennen gegen die Uhr. Es gibt weder Zwischenzeiten noch einen klassischen Rennkurs.

Stattdessen dürfen die Rider ihre selbstgebaute Line am Finaltag zweimal fahren. Gewertet wird der bessere der beiden Runs.

Dabei achten die Judges unter anderem auf Schwierigkeit, Kreativität, Kontrolle, Tricks und die Qualität der Linienwahl.

Das Besondere: Jeder Rider entscheidet selbst, welches Risiko er eingehen möchte.

Ein spektakulärer Trick kann wertvolle Punkte bringen, ein technisch besonders anspruchsvoller Abschnitt ebenfalls. Gleichzeitig kann ein Fehler den kompletten Run ruinieren.

Genau deshalb ist Rampage weit mehr als ein gewöhnlicher MTB-Contest.

Red Bull Rampage 2026

Red Bull Rampage 2026 – Livestream

Die Finals live aus Virgin, Utah.
Alle Startzeiten in deutscher Zeit (MESZ).

DONNERSTAG, 8. OKTOBER

Frauen-Finale

18:00 Uhr
SAMSTAG, 10. OKTOBER

Männer-Finale

18:00 Uhr


ZUM LIVESTREAM →

Übertragung auf Red Bull TV und Red Bull Bike YouTube.
Änderungen am Zeitplan vorbehalten.

Dass Red Bull für das Jubiläum an den Original-Spot zurückkehrt, ist mehr als ein nostalgischer Marketing-Move.

Das Gelände erinnert daran, wie radikal die ersten Freerider 2001 unterwegs waren. Gleichzeitig zeigt die neue Generation, wie weit sich Bikes, Tricks, Linienbau und Fahrtechnik seitdem entwickelt haben.

Die ersten Einblicke in die Lines lassen jedenfalls vermuten, dass auch 2026 wieder Grenzen verschoben werden sollen.

Und bei aller Show bleibt eine Sache unverändert: Am Ende steht jeder Rider allein am Start, schaut auf seine selbstgebaute Linie und muss entscheiden, ob alles, was in den vergangenen Tagen geplant und geschaufelt wurde, tatsächlich fahrbar ist.

Genau dafür schauen wir Rampage.

FAQ zur Red Bull Rampage 2026

Wann findet die Red Bull Rampage 2026 statt?

Am 8. Oktober findet das Frauen-Finale statt, am 10. Oktober das Männer-Finale. Beide Wettbewerbe starten laut offiziellem Zeitplan um 18 Uhr deutscher Zeit.

Wo wird die Red Bull Rampage 2026 ausgetragen?

Das Event findet in Virgin, Utah, USA, statt. Für die Jubiläumsausgabe kehrt Rampage an den Original-Spot von 2001 an der Kolob Terrace Road zurück.

Wie viele Rider starten bei Red Bull Rampage 2026?

Insgesamt sind 30 Athlet:innen eingeladen: zwölf Frauen und 18 Männer. Die jeweils vier Bestplatzierten von 2025 erhielten automatische Startplätze, weitere Rider wurden per Wildcard ausgewählt.

Wie wird Red Bull Rampage bewertet?

Jeder Rider erhält zwei Runs. Der bessere zählt für das Ergebnis. Eine Jury bewertet die Performance anhand verschiedener Kriterien, darunter Schwierigkeit, Tricks, Stil, Kontrolle und Linienwahl.

Wo kann man Red Bull Rampage 2026 live ansehen?

In Deutschland sind die Finals über Red Bull TV und den YouTube-Kanal Red Bull Bike verfügbar.

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