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World Cup 2016

Den Titel abgestaubt: Die DH Weltmeisterschaften 2016

Was für ein Rennen.

Die Präsenz der Briten im Downhillsport ist nach wie vor unübersehbar. An diesem Wochenende kämpften in Val di Sole Fahrer aus aller Welt um den Titel des schnellsten Donwhillfahrers der Welt und es waren wieder die Athlethen von der Insel, die ganz vorne mitmischten. Auf einer der härtesten Strecken des Jahres waren es die Namen Hart, Atherton und Greenland, die die Runs ablieferten, über die jetzt alle reden.

Photos: Seb Schiek

Der allgegenwärtige Staub war ein echtes Problem für die Fahrer.

Für das deutsche Team war die WM durchwachsen. Stürze im Vorfeld und technische Defekte im Finale kamen den Fahrern in die Quere.

Junior Damen

Die Fahrerinnen der Junior Damen haben es wirklich nicht leicht. Mit wenig Unterstützung und geringer Beachtung haben sie nur bei den jährlichen Weltmeisterschaften die Gelegenheit für Aufsehen zu Sorgen. Dieses Jahr hat die Italienerin Alessia Missiaggia diese Chance genutzt und Gold geholt. Samantha Kingshill und Flora Lesoin konnten ebenfalls eine Medaille mit nach hause bringen. Aus Deutschland war leider keine Junior Fahrerin angetreten.

Das Podium der Junior Damen l-r: Samantha Kingshill, Alessia Missiaggia, Flora Lesoin
Alessia Missiaggia könnte vielleicht der nächste große Name im Downhillsport werden. Atherton, Carpenter und Seagrave standen alle am Beginn ihrer Karrieren an der gleichen Stelle.

Junior Herren

Stevie Smith wäre sicher stolz. Er mag leider nicht mehr unter uns weilen, aber sein Vermächtnis lebt nach wie vor fort. Als erster Kanadier, der im World Cup für Aufsehen sorgen konnte hat er die nachfolgenden Generationen von Downhilllfahrern dazu inspiriert sich hohe Ziele zu setzen.

Am Sonntag sahen wir die Früchte seiner Pionierarbeit. Finn Iles, der schon die ganze Saison für sein Alter überraschend viel Können und Reife unter Beweis stellt und Magnus Mason, der ebenfalls unerwartet schnell unterwegs war, schnappten sich die Gold- und Silbermedallie. Gabe Fox, der ehemalige Teammamanger von Stevie und der momentan der Kanadische Downhill Trainer hätte nicht stolzer aussehen können. Bronze schnappte sich der Franzose Gaetan Vige, der ebenfalls diese Saison erfolgreich vorne im World Cup mitmischte.

Bei den Deutschen erzielte Frieder Frey die beste Platzierung mit Rang 44. Max Hartenstern hätte es mit seiner Zeit auf Platz 12 geschafft, wurde aber aufgrund eines Zwischenfalls mit dem Absperrband leider disqualifiziert.

Die Podiumsplatzierung von Magnus Mason war vielleicht unerwartet, aber er hat sich seine Medaille mit seiner guten Zeit wohl verdient.
Kanadische Spitze bei den Junioren. Stevie Smiths Vermächtnis zeigt sich.
Auch seine Nackenverletzung konnte Finn nicht vom Sieg abhalten.
#longlivechainsaw

Elite Damen

Es war ja schon irgendwie klar. Rachel Atherton ist in Top-Form und im World Cup gerade nicht zu schlagen. Es hätte schon sehr viel gebraucht um sie an diesem Tag aufzuhalten.

Versucht mal, ihr diese Startnummer wieder wegzunehmen

Myriam Nicole kam ihr am nächsten. Der Französin liegen steile, technische Strecken und man kann sich nur fragen, wie die Saison verlaufen wäre, wenn sie sich nicht am Jahresanfang verletzt hätte. Eine Fahrerin, die sich auch ärgern wird, ist Tracey Hannah. Sie war im Seeding sehr nah an Athertons Zeit gekommen fand sich dann aber im Finale nach einigen Fahrfehlern mit neun Sekunden Rückstand auf Platz drei wieder.

Unsere Genesungswünsche gehen an Manon Carpenter, die mittlerweile mit Verdacht auf ein gebrochenes Schlüsselbein nach hause geflogen ist.

Beste Deutsche wurde mit Platz 18 Sandra Rübesam, die sich im Vorhinein leider das Kreuzband gerissen hatte und mit Orhtese fahren musste. Kim Schwemmer und Harriet Rücknagel folgten auf den Plätzen 20 und 22. Sara Böhm verletzte sich im Training bei einem Sturz an der Leber und trat somit im Finale nicht an.

Gute Besserung, Manon!
Pompon ist nach einer durchwachsenen Saison sicher mit Platz zwei zufrieden.
Marine Cabirou sorgte mit ihrem vierten Platz für eine Überraschung.
ein goldenes Lächeln.
Es war nicht das letzte Mal, dass an diesem Nachmittag die britische Nationalhymne ertönen sollte.

Elite Herren

Für Danny kam sein Sieg in einer Saison, in der er um jeden Preis etwas abliefern musste. Hier wurde wieder klar, dass weniger als eine Sekunde ausreicht um eine Karriere zu starten oder zu beenden. Nachdem er in Lenzerheide ganz oben auf dem Podium landete, begab Danny sich auf einen Siegeszug. Die Weltmeisterschaften sind sein vierter erster Platz in Folge. Das macht ihn aktuell nicht nur zum besten britischen Downhillpiloten sondern auch zum Mann an der Spitze des internationalen Downhillsports.

Dahinter sein junger Mondraker Teamkollege Laurie. Er bestand an diesem Tag seine Reifeprüfung. Ein Teenager mit schmaler Statur, unterwegs auf einer Strecke für echte Männer. Greenland machte sich leicht und fuhr so acht Sekunden Vorsprung auf die Konkurrenz heraus. Bronze holte sich der hochgewachsene Franzose Florent Payet, der nach wie vor für seinen Durchbruch im World Cup kämpfen muss.

Die deutsche Hoffnung Johannes Fischbach konnte leider nicht an seine tollen 14. Platz aus dem Seeding anknüpfen, da ihm nach einem Sturz der rechte Bremshebel fehlte. Er landete schließlich auf der 51. Bester deutscher Fahrer wurde daher Jasper Jauch mit Platz 33.

Hart konnte die Zeittafel nicht mehr aus den Augen lassen.
Klein und groß - der größte und der kleinste Mann im Fahrerlager namen Hart auf dem Podium in ihre Mitte.
So nah und doch so fern: Brosnan verpasst das Podium um 0.8 Sekunden.
Loics Plattfuss hielt ihn nicht davon ab, trotzdem eine Show für die Zuschauer abzuliefern.
Ein Meilenstein für Bernard Kerr? Trotz einer sehr turbulenten Woche landete er auf Platz fünf.
Wir sind uns nicht sicher wie er sich auf dem Rad halten konnte, aber wir sind froh, dass er es geschafft hat. Greenland auf der Zielgeraden.
Markus Pekolls Mondraker funktionierte hier ebenfalls gut, da er es auf Platz 12 schaffte.
Zukunftsweisend: Luca Shaw schaffte es erneut in die Top Ten.
Es sollte wieder mal nicht sein: Gwin ist weiterhin auf der Jagd nach den Regenbogenstreifen.
Remi sah im Training schnell aus, schaffte es aber im Finale nur auf Platz fünf.
Danny dachte schon er hätte verloren, als auf der Zeittafel kein grünes Feld aufleuchtete. In Wirklichkeit war das aber nur ein technischer Defekt.
Der Augenblick des Sieges.
Danny Harts Fans waren sichtlich begeistert.
Laurie wurd sich wohl schnell an die Interviews nach den Rennen gewöhnen müssen.

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