Share

Farbige MTB Reifen

Equipment

Müssen MTB-Reifen wirklich immer schwarz sein?

Mountainbikes waren lange erstaunlich vorhersehbar. Schwarzer Rahmen, schwarze Parts, schwarze Reifen. Vor allem bei Reifen schien die Sache fast unumstößlich: Maxxis drauf, fertig. Alles andere wirkte entweder nach Retro-Nostalgie, Gravel-Ästhetik oder mutigem Stilbruch.

Doch vielleicht ist genau das die Frage:
Muss wirklich jedes Bike aussehen wie ein World-Cup-Racebike? Oder würde ein bisschen Farbe manchmal gar nicht schaden?

Denn während Bikes immer individueller werden, tauchen plötzlich wieder mehr Tanwalls, graue Sidewalls oder sogar komplett braune Reifen im Line-up auf. Nicht als kurzfristiger Trend, sondern eher als kleine Gegenbewegung zur völligen Uniformität moderner Bikes.

Farbige MTB Reifen

Zwischen Race-DNA und Persönlichkeit

Für viele Hardcore-Mountainbiker gehören komplett schwarze Reifen fast schon zur DNA des Sports. Schwarze Maxxis-Assegais sind so etwas wie die universelle Sprache moderner Trail- und Enduro-Bikes geworden.

Und natürlich:
Das funktioniert. Performance first.

Aber genau deshalb fallen Bikes mit hellen Flanken oder alternativen Farben heute wieder auf. Sie wirken oft weniger aggressiv, etwas leichter, manchmal fast schon stilvoller. Nicht jedes Bike muss aussehen, als würde es morgen in Fort William am Start stehen.

Farbige MTB Reifen

Vielleicht darf ein Trailbike auch einfach Charakter haben.

Tanwall, Skinwall & die Rückkehr sichtbarer Karkassen

Der Look selbst ist dabei alles andere als neu. Tanwall- oder Skinwall-Reifen stammen aus einer Zeit, in der die helle Karkasse des Reifens sichtbar blieb, statt komplett mit schwarzem Gummi überzogen zu werden.

Heute geht es weniger um Technik als um Ästhetik.

Farbige MTB Reifen

Besonders an:

  • Steel Hardtails
  • Downcountry-Bikes
  • Retro-Builds
  • Gravelbikes
  • Bikepacking-Setups

wirken helle Sidewalls fast schon selbstverständlich. Sie bringen Kontrast ins Bike und nehmen modernen Builds etwas von ihrer sterilen Race-Optik.

Vor allem graue oder beige Flanken harmonieren erstaunlich gut mit:

  • Raw-Finishes
  • polierten Parts
  • Stahlrahmen
  • klassischen Lackierungen
  • Titanium-Builds

Hersteller, die Farbe zulassen

Panaracer Gravelking Limited

Panaracer

Die japanische Marke veröffentlicht regelmäßig limitierte Color Editions. Besonders der GravelKing taucht immer wieder in ungewöhnlichen Varianten auf, von Flamingo über Olive bis hin zu transparent wirkenden Sidewalls.

Panaracer zeigt ziemlich gut, dass Reifen nicht nur funktional sein müssen.

HIER SHOPPEN

Ultradynamico

Ultradynamico

Ultradynamico geht noch einen Schritt weiter. Graue Karkassen, klassische Tanwalls und eine bewusst reduzierte Ästhetik machen die Reifen fast schon zu einem Designstatement.

Die Marke bewegt sich irgendwo zwischen Retro-Racing, Adventure-Cycling und Kunstprojekt — und genau deshalb funktionieren die Reifen so gut an individuellen Builds.

HIER SHOPPEN

Farbige MTB Reifen Vittoria

Vittoria

Besonders spannend wird es aktuell bei Vittoria. Die Italiener experimentieren zunehmend mit natürlichen braunen Reifenfarben statt klassischem Schwarz. Hintergrund ist das Thema Nachhaltigkeit.

Bei den neuen Terreno-Pro-Reifen verzichtet Vittoria teilweise bewusst auf sogenanntes Carbon Black — also den Stoff, der Reifen normalerweise tiefschwarz macht. Stattdessen setzt die Marke auf natürliche Materialien und recycelte Bestandteile. Das Ergebnis sind komplett braune Reifen, die fast wie Naturgummi wirken.

HIER SHOPPEN

Versus Tires

Die wohl radikalste Gegenbewegung kommt aktuell von Versus Tires. Während die meisten Hersteller maximal Tanwalls anbieten, verkauft Versus echte farbige MTB-Reifen inklusive:

Pink, Teal, Yellow Splatter, Blue Splatter,….

Die Marke positioniert sich ganz bewusst gegen die „alles muss schwarz sein“-Mentalität im Mountainbike-Bereich.

Interessant dabei:
Die Reifen sind keine reinen Lifestyle-Produkte. Pinkbike, Vital MTB und Loam Wolf haben die Modelle bereits getestet und durchaus ernst genommen, auch was Performance betrifft.

HIER SHOPPEN

Farbige Kenda MTB Reifen

Kenda

Auch Kenda gehört zu den Herstellern, die seit Jahren mit alternativen Reifenfarben experimentieren. Besonders bekannt sind die klassischen Skinwall-Versionen vieler Gravity- und XC-Reifen, aber Kenda hatte immer wieder auch auffälligere Farbvarianten im Programm.

Damit blieb die Marke oft etwas näher an der Skate-, BMX- und Freeride-Kultur als viele reine Race-orientierte Hersteller.

HIER SHOPPEN

Onza

Auch Onza experimentiert immer wieder mit ungewöhnlicheren Looks. Die weißen Porcupine-Reifen gehören definitiv zu den auffälligeren Modellen der letzten Jahre.

Und ehrlich gesagt:
Wir waren überrascht, wie gut sie funktionieren.

Natürlich bleiben weiße Reifen auf schlammigen Trails keine fünf Minuten sauber. Aber vielleicht ist genau das der Punkt. Nicht alles am Mountainbike muss immer maximal vernünftig sein.

HIER SHOPPEN

Farbige MTB Reifen

Farbe als kleine Rebellion

Interessant ist vor allem, wie emotional das Thema Reifenfarben im Mountainbike immer noch diskutiert wird. Viele Fahrer wollen ihr Bike möglichst clean, aggressiv und race-orientiert halten.

Andere sehen Bikes inzwischen stärker als Ausdruck von Persönlichkeit.

Farbige MTB Reifen

Und vielleicht liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen.

Denn am Ende wird ein gutes Bike nicht schlechter, nur weil die Reifenflanke beige, grau oder weiß ist. Vielleicht sieht es dadurch sogar ein kleines bisschen interessanter aus.

Und in einer Bike-Welt voller schwarzer Carbon-Bikes könnte genau das manchmal schon reichen.

Geschäftsbedingungen

Gib bitte deine Email Adresse an, damit wir dich mit News, Updates und den neuesten Angeboten versorgen können. Falls du nicht mehr interessiert bist, kannst du dich jederzeit abmelden. Wir geben deine Daten nicht an Dritte weiter und werden dir nur Nachrichten schicken, die dich auch interessieren. Versprochen!

Read our full Privacy Policy as well as Terms & Conditions.

production