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Andes Pacifico Enduro Race

35 Grad, Vogelspinnen und Anti-Grip-Trails: René Wildhaber und Armin Beeli berichten über ein unvergessliches Abenteuer

„Hüte dich vor den großen Kakteen“, rät René Wildhaber, besonders in der Anti-Grip Wüste von Chile. Er und sein Kumpel Armin Beeli machten sich auf und erlebten das Abenteuer ihres Lebens: Das Andes Pacifico Race in den Bergen von Santiago de Chile. Gefühlte 38 Grad und Staub, bis die Lunge austrocknet, die zwei Schweizer sind schon viele Etappenrennen zusammen gefahren, aber das Andes Pacifico war etwas ganz Besonderes.

Bilder von Dave Trumpore und Armin und René persönlich

5 Tage dauerte die Tour durch die Berge bis zum Meer. Es war jeden Tag ein Kampf, die Racer meisterten 136 Kilometer, 16 Stages und knapp 12.000 Tiefenmeter an Trails. Der sogenannte „Anti Grip“ machte keine halben Sachen und kostete einige gebrochene Laufräder, Platten und blutige Wunden. Wer die 12 Stunden sein Fahrrad die 3500 Höhenmeter zur Stage in sengender Hitze hochschub, bewies Kampfgeist. Die Organisatoren beschreiben diese Rennen als ein „einmaliges Erlebnis“ und Racer aus der ganzen Welt kommen, um sich selbst ein Bild davon zu machen. Montenbaik hat nun schon zum fünften Mal dieses Event ausgetragen.

Bild: Gaudenz Danuser

Die Sieger
Auch wenn es als Rennen propagiert wird, das Andes Pacifico ist mehr als ein Abenteuer. Die Kronen dieses Kampfes dürfen sich Florencia Espineira und Jesse Melamed (Rocky Mountain Bicycles) aus Kanada aufsetzen. Florencia zog die Ladies mit einem Vorsprung über 20 Minuten ab und in der Männerwertung wäre die junge Chilenin Top 20 gewesen.

Über 30 Grad zeigte das Thermometer täglich an und die extra Luftfeuchtigkeit machte das Leidensfest nicht einfacher

Santiago de Chile
Für René Wildhaber, ein Racer, der gefühlt schon jedes Rennen mindestens einmal gewonnen hatte, war das Andes Pacifico auch eine Premiere. Er berichtet, dass Montenbaik in der Organisation einen super Job gemacht haben. Direkt nach dem langen Flug wurde er und sein Kollege Armin Beeli am Flughafen abgeholt und mit einem Shuttle an den Cordillera de la Costa gebracht. Das Rennen wurde in den Skigebieten oberhalb der Hauptstadt Santiago de Chile ausgerichtet. Anders als in den vergangenen Jahren, nun mit unterschiedlichen Trails, als die der Enduro World Series, um Vorteile der Andes Racer zu vermeiden. Santiago de Chile hat mit seinen etwa 6 Millionen Einwohner eine große MTB Community und viele Enduro Racer. Local Florencia und Pedro Burns (der 2. beim Rennen wurde) sind für Trek Chile (welche etwa 70.000 Räder pro Jahr verkaufen) unterwegs und kürzlich unterschrieb Pedro im internationalen Trek Factory Racing Team.

Armin Beeli

Das Rennen
„No Pisco, No Disco“, war der Leitspruch der Woche. „Pisco“ wird der chilenische Grappa genannt und dementsprechend wurden die 90 Teilnehmer des Endurorennens bestens von den Organisatoren „Montenbaik“ versorgt. Was sie auch brauchten, denn jeder Tag war eine Strapaze mit seinen 10-12h Biken in der glühenden Hitze. An einem Tag berichtet René, brauchten sie von 8:30 – 17:00 Uhr, um überhaupt zur ersten Stage zu gelangen, das sind unglaubliche 8,5h, um auf 3500 HM zu gelangen. Sie wurden von einem Geländewagen 4h über Schotterpisten in die Hochgebirge gekarrt, um dann nochmals 4,5h zu Fuß zu gehen und ihre Bikes bis zum Start von Stage 1 hochzuschieben. Die besten Fahrer kamen zuletzt dran und somit mussten René und Armin jedes Mal warten, bis alle anderen Teilnehmer am Start eintrafen und dann durften die Schweizer erst starten. Die längste Stage dauerte etwa 17 Minuten und die Kürzeste 4 Minuten. Erst wenn alle Racer mit einer Stage durch waren, wurden das Equipment der Crew mit Ärzten, Helfern und Organisatoren in die Pick-ups geladen und bei der nächsten Stage wieder platziert.

Im Convoy von 35 Pickups wurden die Racer und Organisatoren geshuttelt
Armin auf der Suche nach einem neuen Gefährt für die Schweizer Home Trails

Der Anti-Grip
Armin beschreibt, dass die Trails von Enduro-Motocrossern geprägt waren und hauptsächlich auch Trampelpfade von Kühen, oder allgemein Vieh, war. René durfte gleich zu Beginn die Auswirkungen des „Anti-Grips“ spüren und legte sich ordentlich nieder. Diese Bodenprobe kostete ihm eine leichte Gehirnerschütterung und Schürfwunden und es dauerte noch etwas, bis man ein Gefühl für die rutschigen Trails bekam. Vielen Teilnehmern kosteten Stürze den Weg ins Ziel und vor allem schuldete das Konto des Rennens technische Versagen und kaputte Carbon Rahmen.

Mit diesen Kakteen möchte sich nicht mal ein Tubeless Reifen anlegen
Protein für die Racer
Drink Water!
Renes Residenz für 6 Nächte
Mit dieser Vogelspinne möchte man nicht unbedingt nachts im Zelt kuscheln
Das Streckenprofil des Andes Pacifico
Do it yourself: Armin schützt sich mit selbstgebautem Sonnenschirm vor der Hitze

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