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Bike-Entwicklung bei Bergamont und das neue „Kiez Slope“

Im Frühjahr dieses Jahres trafen wir uns mit den Bergamont Jungs im Bikepark Winterberg, die uns ihr neues Slopestyle Fully „Kiez Slope“ für die Ausgabe Dirt 009 vorstellten. Das Interview mit Thomas „Tommy T“ Marquardt, dem Entwickler bei Bergamont Bicycles, möchten wir Euch nicht vorenthalten. Er spricht über seinen Job und die Entwicklung des neuen Kiez Slope.

Thomas, stell dich bitte einmal kurz vor!

Hi, mein Name ist Thomas Marquardt, ich bin 42 Jahre alt und arbeite bei Bergamont in der Entwicklung.

Was hast du gelernt?

Angefangen hat es mit einer Ausbildung zum Industriemechaniker. Dann habe ich gemerkt, das kann nicht alles gewesen sein und habe mein Abitur nachgemacht. Danach habe ich Produktionstechnik an der FH studiert und einen Abschluss als „Diplom Ingenieur für Produktionstechnik“ gemacht.

Tommy T Marquardt

Wie hast du deinen Job bei Bergamont bekommen?

Ich bin da so rein gerutscht. Während des Studiums hatte ich verschiedenste Jobs und jobbte auch immer in Bikeshops. Bei einem Laden (MSP) war der Shop-Besitzer auch technischer Berater bei Bergamont. Über ihn habe ich ein Praktikum bei Bergamont gemacht, danach die Diplomarbeit und dann bin ich einfach klassisch hängengeblieben.

Was ist genau dein Job bei Bergamont?

Ich bin zuständig für die Rahmenentwicklung aller sportiven Bikes. Bis zum letzten Jahr habe ich für diese Bikes auch noch das Produktmanagement gemacht, das wurde aber zu viel und jetzt liegt der Schwerpunkt in der Rahmen-Entwicklung.

Ihr habt einen neuen Rahmen, kannst du uns darüber etwas erzählen?

Für 2014 haben wir einige neue Sachen am Start, vielleicht reden wir aber exemplarisch über das „Kiez Slope“, unser neues Slopestyle-Fully. Da wir hier etwas Besonderes bringen wollten, haben wir uns etwas Zeit gelassen. Das „Herz“ des Kiez Slope ist sein Federungssystem, weil das, soweit uns bekannt ist, noch nicht gebaut wurde.

Kannst du uns anhand eures neuen Rahmens mal erklären, wie ein neues Produkt bei euch entsteht?

Die Entstehung eines neues Produktes ist bei uns ganz klar Teamwork. Das Team besteht aus: Entwicklung, Produktmanagement und Design. Beim Kiez Slope waren neben mir auch Peter Reichow (Produktmangement), Jonas Vonderhorst (Entwicklung) und Jesko Boehm für das Design verantwortlich. Es geht dann los: Das  Produktmanagement definiert, was ein Rad können soll und erstellt zusammen mit der Entwicklung ein „Lastenheft“. In diesem Lastenheft sind alle Anforderungen definiert / fixiert und alle Beteiligten wissen, was zu tun ist. Nun kann die Entwicklung loslegen, sich auch gerne „verrückte“ Konzepte ausdenken. Diese Konzepte werden dann bewertet (Funktionalität, Kosten, etc.) und vom sinnvollsten Konzept wird ein Prototyp gebaut. Zeitgleich mit dem Prototyp-Bau wird der Designer ins Boot geholt, um die Formsprache des neuen Produkts festzulegen. Im Idealfall ist der Prototyp so gut, dass am Konzept nichts mehr geändert werden, sondern „nur“ noch die Formsprache des Designers umgesetzt werden muss. Wenn das alles erfolgt ist, werden spezielle Werkzeuge erstellt und ein oder mehrere neue Muster dieses Rahmens gebaut. Diese werden dann sowohl von Teamfahrern als auch von externen Prüfinstituten auf Herz und Nieren getestet. Zeitgleich wird auch die Dämpferabstimmung in enger Zusammenarbeit mit den Lieferanten vorgenommen. Wenn alle Tests gut verlaufen sind, gibt es das „GO“ für die Produktion.

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