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Die World Games of Mountainbiking

Saalbach - Hinterglemm ist Austragungsort der Hobby WM

1998 ging es los mit den ersten World Games of Mountainbiking in Saalbach-Hinterglemm. Diese Hobby-WM war der Startschuss zur einer der führenden Bikeregionen Österreichs. Dieses Jahr feiert Saalbach-Hintergelmm bereits das 20 Jährige World Games Jubiläum und der ganze Ort freut sich schon am zweiten Septemberwochenende tausende Athleten und Zuschauern aus vielen Ländern begrüßen zu dürfen.

Welche Disziplinen werden ausgetragen?
Ausdauernde Biker messen sich auf insgesamt fünf Marathondistanzen. Mit ihrer Höhenlage zwischen 1.000 und 2.100 Metern bieten die Pinzgauer Grasberge beste Voraussetzungen für den Wettkampf. Auch dieses Jahr gibt es wieder eine Handicapwertung für Frauen und Männer.

Bei den World Games of Mountainbiking sind auch in diesem Jahr alle Mountainbiker zugelassen und kämpfen um den Titel „World Games Champion“

Die Strecke
Die Teilnehmer entscheiden auf der Strecke, ob sie die kurze Runde mit 31 Kilometern, bei der 1.160 Höhenmeter zu überwinden sind, fahren oder den Schattberg in Angriff nehmen. Wer sich nämlich mehr zutraut, fährt den Marathon mit 42 Kilometern und 1.980 Höhenmetern oder wagt sich an die Distanz mit 58 Kilometern mit 2.920 Höhenmetern. Besonders Ambitionierte powern sich auf der gesamten Marathonlänge von gut 80 Kilometern und 3.678 Höhenmetern aus.

Zuschauer bejubeln die Fahrer nicht nur im Ziel, sondern auch an den höchsten Punkten der Strecke – am Zwölferkogel und am Schattberg.

Kidsrace Mädchen und Jungen bis 13 Jahre haben wieder die Möglichkeit, bei der Junior Trophy in sechs Altersklassen gegeneinander anzutreten. Die Rookies bis 15 Jahre können auch die Marathon Distanz 21 wagen.
Lokalmatador Reini im Interview

Der World Games Fixstarter
Die World Games of Mountainbiking Legende Reini Woisetschläger im Interview

Nennen wir ihn World Games Legende, Local Hero, Fixstarter oder einfach nur Reini. Wie auch immer: Auf ihn ist Verlass. Wenn er nicht durch böse Verletzungen davon abgehalten wird, ist der gebürtige Oberösterreicher und Wahl-Saalbach Hinterglemmer Reini Woisetschläger seit gut 20 Jahren auf den World Games Strecken anzutreffen. Wir haben ihm ein paar Fragen gestellt.

Wir feiern 20 Jahre World Games of Mountainbiking. Was waren die prägendsten Momente für dich?
Ja, die prägendsten Momente! Die World Games gibt’s jetzt echt schon 20 Jahre, gleich beim ersten Mal – ich gehörte wegen sehr guter Ergebnisse bei anderen Marathons zu den Favoriten – hatte ich drei Tage vor dem Rennen einen Sturz und startete mit einem riesen Bluterguss im Oberschenkel. Ich war dann über fünf Stunden sehr am Leiden bis ich endlich das Ziel der 80km erreichte. Der 8. Rang war zwar nicht das, was ich mir vorstellte, aber ich war einfach nur glücklich das Ziel erreicht zu haben. Das gilt heute noch: Die lange Distanz zu schaffen geht emotional sehr tief. Das können nur jene verstehen die das erlebt haben.
Die erste Goldene mit Tagessieg auf der 40km ist für immer in Erinnerung. Das zu erleben – damals nach einer verkorksten Saison – wenn dann im Festzelt für dich die Bundeshymne gespielt wird… ein Traum!! Der erste Sieg im Cross Country- nachdem ich da jahrelang hinterherfuhr, gehört da ebenso dazu. Die emotionalsten Siege aber waren die Teamerfolge für unser Team Penhab in den letzten zwei Jahren. Letztes Jahr musste ich den Erfolg ja leider vom Krankenhausbett aus mitfeiern.

Du warst bei fast jedem Rennen mit dabei. Wie viele Medaillen hängen an deiner Wand?
Wie viele Medaillen es tatsächlich sind? Ich bin nicht sicher. Die fünf Wichtigsten hängen tatsächlich bei uns in der Pension in einem Schaukasten.

Der World Games Marathon hat es in sich. Du bist dafür bekannt, spontan zu entscheiden, welche Distanz du fährst. Was spielt dabei die größte Rolle?
Sicherlich ist die lange Strecke mit über 80 km und fast 3700 Höhenmetern die Königsdisziplin. Durch die langen und sehr steilen Anstiege muss aber an dem Tag echt alles passen um das zu schaffen. Da ist es ein sehr großer Vorteil, dass man sich während des Rennens entscheiden kann welche Strecke man fährt.
Entscheidend dafür ist für mich wie es mir am Anstieg zum Schattberg geht. Der Berg hat es wirklich in sich und wenn es da gut läuft dann macht es Sinn auf die lange Distanz zu gehen. Sollte dann in „der Wand“ zum Seekar später noch der Einbruch kommen, so kann man immer noch auf die 58km abbiegen. Natürlich spielen auch taktische Überlegungen bzgl. der Medaillen-Chance und der Teamwertung eine Rolle.

Was sind deine drei sportlichen Schlüsselstellen auf der Marathonstrecke?
Die Schlüsselstelle ist sicherlich der Schattberg, der nach oben hin immer noch steiler wird und dem nach der „Belohnung“ am Ostgipfel mit hoffentlich wieder vielen Zusehern noch die Mauer zum Westgipfel folgt. Dann natürlich der steilste Anstieg zum Seekar, der – wenn man es schafft die Steigung durchzufahren – die letzten Körner aus den Oberschenkeln zieht. Anschließend die relativ flachen aber nicht zu unterschätzenden Hügel zum Talschluss wo ich meistens durch die Überlastung mit Krämpfen zu kämpfen habe.

Stichwort Tunnelblick: Wie viel Zeit bleibt, um die Landschaft zu genießen?
Natürlich kenne ich die Strecke in- und auswendig, da ich auch in meinem Job als Bike-Guide täglich auf Teilen der Strecke unterwegs bin. Trotzdem weiß ich die Schönheit der Natur nach wie vor zu schätzen und versuche mich auch beim Marathon dadurch von der Quälerei etwas abzulenken.

Der süße Geschmack von Gold

Mehr Infos hier.

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