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Rider

Zum Angriff bereit: Johannes Fischbach im Interview

Johannes Fischbach hat sich die letzten Wochen und Monate intensiv auf die neue Downhill World Cup Saison vorbereitet. Zur Zeit ist er einer der erfolgreichsten deutschen Downhiller; sein Wechsel vom 4 Cross zum Downhill scheint eine gute Entscheidung gewesen zu sein! Wir baten den gebürtigen Oberpfälzer zum Interview und wollten wissen, was so die letzten Wochen bei ihm passiert ist.

Hi Johannes, schön, dass Du Dir ein paar Minuten Zeit für uns nimmst. Wie geht es Dir denn so? Was machen die Saisonvorbereitungen? 

Hi. Mir geht’s ganz gut. Zwar die letzen Tage ‘ne dumme Grippe rumgezogen, aber die ist wieder am abklingen. Meine Saisonvorbereitung ist voll am Laufen und bisher läuft alles nach Plan.

Ich bin fit und fühle mich schnell auf dem Bike.

Was hast Du diesen Winter alles gemacht? Du warst viel mit Andi Sieber unterwegs, oder? Seid Ihr gute Freunde?

Ja, ich bin gerne mit Andi unterwegs. Wir harmonieren ganz gut beim Training und haben auch sonst viel Spaß zusammen. Wir sind auch außerhalb der Bikeszene Best Friends. Meine Vorbereitung begann eigentlich so wie auch die letzten Jahre: Ich war im Dezember drei Wochen auf Gran Canaria, um eine gute Grundlage zu schaffen. Dort trainiere ich eigentlich fast alles. Von Grundlage über Kraft, Sprints, Koordination, Freeriden… Ansonsten war ich schon ein paar Mal in San Remo und bin die letzten Tage erst aus Bozen vom DH-Training zurück gekommen.

Was hast Du Dir denn für diese Saison vorgenommen? Wie läuft’s denn mit dem Downhill? Hast Du Dich gut „eingelebt“?

Mit dem Vornehmen ist es immer so eine Sache. Wichtig für mich ist, dass ich mich jedes Jahr verbessern will. Aber angepeilt ist es, fester Bestandteil der Top 20 zu werden. Natürlich soll’s auch gerne, bei Strecken die mir liegen, weiter nach vorne gehen. Für Pietermaritzburg will ich versuchen, aufs Podest zu kommen. Leztes Jahr bei der WM fehlten rund 1,5 Sekunden. Jetzt arbeite ich hart daran, das zu schaffen.

Und im Downhill hab ich mich gut eingelebt. Am Anfang war das nicht so einfach. Aber jetzt habe ich eine gute Teamstruktur mit Mechaniker. Das ist sehr wichtig.

Wenn man sich nicht 100% aufs Fahren konzentrieren kann, ist es gleich noch schwerer.

Was machst Du denn sonst noch außer Radfahren? Kannst Du vom Radfahren leben?

Außer Radfahren kann ich nicht viel machen. Es beansprucht meine volle Zeit. Ich trainiere 2x täglich rund je 1,5 – 4 std. Da beibt nicht viel Zeit für andere Aachen. Zwischen den Trainings muss man sich ausruhen, um wieder fit zu sein. Vom Biken kann ich leben, seit ich 19 bin.

Auf welchen Rädern wirst Du dieses Jahr unterwegs sein?

Natürlich auf meinen Ghost Bikes. Im Downhill auf dem DH 9000. Im Enduro auf dem neuen RIOT. Und für Südafika hab ich mir ne kleine Geheimwaffe gebaut. Eine Mischung aus Downhiller und Freerider. Ich hoffe es funktioniert.

Bissl Pokern muss sein…

Gesehen bei Facebook

Was ist das Besondere an Deinem Bike? Was wurde speziell nach Deinen Wünschen angepasst?

Eigentlich ist fast alles ganz normal im Laden käuflich. Der Rahmen ist Serie. Meine Kettenstrebe ist nur etwas kürzer als in der Serie. Dämpfer und Gabel wurden von Rockshox auf meine Ansprüche angepasst. Und ich habe eine eigene Kettenführung speziell für diesen Rahmen.

Du warst letztens beim Urban Downhill in Chile. Erzähl doch mal, was hat Dich dort am meisten geflashed?

Chile war der Wahnsinn! Ich bin noch nie ein solch krasses Event mitgefahren. Die Strecke ist einfach nur hart. Es darf wirklich kein Fehler passieren. Die Sicherheitsvorkehrungen sind eher sehr sehr gering 😀 In Europa eher nicht durchführbar…

Und ich hab auch noch nie solche Zuschauer erlebt. Es waren locker 20000-30000 Menschen an der Strecken. Die sind einfach nur ausgeflippt! Wahnsinn…

Fischi in Valparaiso

Hattest Du während des Rennens die ein oder andere gefährliche Begegnung?

Ja. Als das Training begann, war die Strecke noch nicht wirklich fertig abgesteckt. Es liefen immer wieder Zuschauer in die Stecke rein, die einfach noch näher dran sein wollten. Auch liefen immer mal wieder ohne jede Vorwarnung Hunde rein. Das war echt hart.

Sind die Südamerikaner anders unterwegs als die deutschen Fans?

Auf jeden Fall. Sie wollen eher in der Strecke anstatt an der Strecke stehen. Die Zuschauer haben immer versucht, dich beim Vorbeifahren zu berühren. Und das bei Tempo 50.

Und wenn man kurz mal angehalten hat, um ein paar Autogramme zu schreiben, bildete sich innerhalb einer Minute eine riesige Menschentraube, die alles Fotos und Videos mit einem machen wollten. Es war echt geil!

Auf was freust Du Dich in dieser Saison am meisten?

Auf den Zeitpunkt an dem die Saison wieder vorbei ist und ich gute Ergebnisse eingefahren habe.

Danke für das Interview und viel Erfolg in Pietermaritzburg dieses Wochenende!

Wer sehen will, wie es in Valparaiso abgegangen ist, kann sich hier Johannes’ Trainingslauf noch einmal ansehen:

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