Share

News

Finale des iXS European Downhill Cup in Maribor

Der iXS European Downhill Cup erreichte vergangenes Wochenende seinen Höhepunkt mit dem letzten Rennen in Maribor. Der Kurs konnte den Erwartungen der Fahrer standhalten, das Wetter aber leider nicht.

Mit Maribor fand das Finale des EDC auf einer ehemaligen Downhill World Cup Strecke statt. Die 2.600m lange Strecke mit einem Höhenunterschied von 450m präsentierte sich in einem leicht überarbeiteten, sehr guten Zustand. Für die Fahrer war der Trackwalk am Freitag bereits das erste  Highlight. Allerdings wollte das Wetter an diesem Wochenende nicht so recht mitspielen: Der Hausberg der etwas über 19.000 Einwohner zählenden Stadt lag in den Wolken und eine etwas kühle Nässe sorgte für nicht gerade einfache Streckenverhältnisse. Schon zu diesem Zeitpunkt war die Vorhersage eindeutig, eine großartige Änderung war nicht in Sicht und somit konnten sich die etwa 200 Teilnehmer aus 28 Nationen auf diese nicht ganz optimalen, aber gleichbleibenden Bedingungen einstellen. Das Training am Freitag und Samstagmorgen verlief gewohnheitsgemäß entspannt, insbesondere wenn Wartezeiten am Lift ein Fremdwort sind.

Der durchgängige Regen verwandelte die Strecke in eine schlecht einsehbare Rutschpartie

Am Samstag ging es dann am Nachmittag mit dem Seeding Run um weitere wertvolle Punkte in der Gesamtwertung. In der Elite Women Klasse stand schon vor dem Rennen die Siegerin der Serie fest und somit konnte Zarja Cernilogar (SLO – Blackthorn GT) es ruhig angehen, was sie allerdings nicht dazu veranlasste, etwas Gas rauszunehmen und somit legte sie die schnellste Zeit vor. Die Dritte der UCI Weltrangliste Manon Carpenter (GBR – Madison Saracen DH Team) musste sich trotz Bestzeit im ersten Sektor mit knapp 5 Sekunden Rückstand dahinter einreihen. Allerdings könnte man der Slowenin einen kleinen Heimvorteil zuschreiben, schließlich fuhr sie auf dieser Strecke in diesem Jahr ihren nationalen Meistertitel ein.

Die Cup-Gewinnerin Zarja Cernilogar

 

In der Elite Men Klasse ging es für die Spitze dagegen noch um jeden Punkt und von Gasrausnehmen konnte hier gar keine Rede sein. Die schnellste Zeit sicherte sich der Gewinner des letzten Laufs in Châtel, Ruaridh Cunningham (GBR – Unior/Trek), der allerdings in der Gesamtwertung eher keine Rolle spielt. Etwas Boden verloren hat der bis dato Führende Joe Connell (GBR – SC-Intense), der mit seinem 19. Platz weit hinter seinen direkten Konkurrenten, Miran Vauh (SLO – Blackthorn GT) mit Platz 6 und Ziga Pandur (SLO – Unior Tools Team) mit Platz 4, lag.

Am Sonntag wurden dann die Teilnehmer von ähnlichem Wetter begrüßt. Der Unterschied war nur, dass es nun die ganze Zeit durchweg regnete, somit gab es wenigstens keine Diskussionen bezüglich der Reifenwahl. Wenige Diskussionen ließ auch Rostislav Stencel (CZE – Bikeplac Racing) zu, der mit einem ordentlichen Vorsprung angereiste Führende der Gesamtwertung sicherte sich die volle Punktzahl sowohl im Seeding Run als auch im Finale und stand damit für die Tageswertung ganz oben auf dem Podest und natürlich auch für die der Serie. Die zweitschnellste Zeit fuhr sein Landsmann Vlastimil Hyncica (CZE – Specialized CZ) ein, der damit Will Londgen (GBR – Madison Saracen) auf den dritten Rang verdrängte.

Für Marcus Klausmannlief’s nicht optimal: Es reicht nur für Platz 25 in Maribor!

In der U17 male Kategorie gab es die letzte Phase des Kopf-an-Kopf Duells zwischen Loris Revelli (ITA – Argentina Bike) und Silas Grandy (GER – Moto Club Faro/Xdream). Wobei allerdings bereits im Seeding Run Grandy etwas Federn lassen musste und nach einem Fahrfehler im ersten Abschnitt die Hoffnung auf den Gesamtsieg dann vollends begraben musste. Obwohl beide am Ende jeweils 3 Rennen für sich entscheiden konnten, konnte der Italiener einige Punkte mehr auf sein Konto laden und somit den Seriensieg für sich verbuchen. Die Tageswertung ging mit 4:00.325 Minuten an Bryn Pfeiffer (FRA – Valloire Galibier Vtt), gefolgt von Revelli und Mark Jacob Dickson (ITA – Giant UK Cyclezone).

Nach der U17 Klasse war dann also gewohnheitsmäßig die Elite Women Kategorie an der Reihe. Zwar war die Spannung etwas geringer, da Zarja Cernilogar den Seriensieg bereits in der Tasche hatte, aber trotzdem hatte sie hier mit der Britin Manon Carpenter eine starke Konkurrentin, der sie im Weltcup bisher nicht Paroli bieten konnte. Dies schien hier auf dieser Strecke und unter diesen Bedingungen allerdings ganz anders zu laufen. Nach dem guten Ergebnis im Seeding Run konnte sie, als letztes gestartet, bereits in der Zwischenzeit mit 8 Sekunden Vorsprung die Bestzeit vorlegen und baute dies bis ins Ziel noch um weitere 7 Sekunden aus. Mit einer Zeit von 4:20.392 Minuten dominierte also die Gesamtsiegerin des 2013er Cups auch das Finale und erhält neben dem nicht unerheblichen Preisgeld auch die von TAG Heuer gestiftete Formula 1 Uhr, die definitiv zu schade zum Dranmachen sein wird. Carpenter wurde also Zweite, gefolgt von der Italienischen Meisterin Alia Marcellini (ITA – Turpado Surfing Shop). Jáná Bartova (CZE – Bikeplac Racing) sicherte mit dem vierten Platz ihren Vizetitel der Gesamtwertung ab, während Carina Cappellari (SUI – Suspension Center) noch Miriam Ruchti (SUI – SC-Intense) vom dritten Rang verdrängen konnte.

Manon Carpenter

Nun war es Zeit für die Schlammschlacht der Elite Men. Trotz des unwirtlichen Wetters säumten viele Zuschauer die Strecke und hinterließen einen kleinen Eindruck, was hier bei Sonnenschein los sein würde. Die Einheitsfarbe der Fahrerkleidung war wieder einmal braun und somit brauchte es ein geschultes Auge, um einzelne Fahrer zu erkennen. Ein ebenso gutes Sehvermögen brauchten auch die Fahrer, denn die Waldpassagen waren so dunkel, dass es teilweise an eine Fahrt bei Dämmerung erinnerte. Immerhin war es für alle gleich und so lag vor den 140 Fahrern eine perfekte Strecke mit bescheidenen Bedingungen. Die Bestzeit des Vortages lag bei 3:34.033 Minuten und es war nicht ganz klar, ob auch für diesen Tag diese Zeiten wieder möglich sein würden. Es dauerte auf jeden Fall eine ganze Zeit bis überhaupt mal jemand unter die 4 Minuten Marke kam. Der Erste, der dies schaffte, war Christian Textor (GER – Team Bulls), der immerhin bei zwei deutschen iXS Rennen bereits auf dem Podest stand. Anschließend kam dann auch langsam Bewegung in die Rangliste, obwohl immer mehr der wirklichen Favoriten sich weit hinten einreihen mussten. Als erstes setzte sich Boris Tetzlaff (AUT – Alpine Commencal) mit einer Zeit von 3:47.762 min an die Spitze. Kurze Zeit später schrammte Robin Wallner (SWE – Team W-Racing) mit zwei Zehntelsekunden Rückstand an der Bestmarke vorbei. Anschließend legte Miran Vauh mit 3:43.424 min eine Zeit vor, die für ihn viel Hoffnung bedeuten konnte, ging es doch bei ihm um mehr als nur den Tagessieg. Und immerhin, auf Joe Connell konnte er bereits 15 Sekunden herausfahren, was sicherlich einen größeren Punkteabstand bedeuten würde. Im gleichen Augenblick allerdings leuchtete schon ein Minus bei der Zwischenzeit von einem seiner stärksten Konkurrenten auf. Ziga Pandur war etwas mehr als eine Zehntelsekunde schneller als Vauh und musste somit das Ganze nur noch ins Ziel retten. Aber genau darin lag das Problem des Slowenischen Meisters: Im Ziel angekommen wurde aus dem Minus ein Plus mit ganzen 4 Sekunden dahinter. Dann war es David Trummer (AUT – RRP Ghost), der Junior der am Vortag die zweitschnellste Zeit einfahren konnte, war am Zug, aber bereits die Zwischenzeit verhieß nicht das sensationelle Ergebnis. Doch im Ziel war es immerhin der zweite Rang und damit stand der Podestplatz fest, denn es war nur noch Ruaridh Cunningham der auf der Strecke war. Dem Briten traute man gerade bei diesen Bedingungen einen Sieg zu, schließlich konnte er seine Fähigkeiten bei extremen Bedingungen bereits im letzten Jahr in Innerleithen unter Beweis stellen. Aber auch hier konnte man nach der Zwischenzeit schon fast abwinken, 3 Sekunden Rückstand konnte auch der Britische Meister von 2011 nicht einholen. Am Ende reihte er sich auf dem dritten Platz ein und somit stand fest, Miran Vauh gewann vor David Trummer und Ruaridh Cunningham. Die Auswirkung auf die Gesamtwertung war damit nicht unerheblich und Vauh konnte sich doppelt freuen. Er gewann mit 498 Punkten die Serie, gefolgt von seinem Landsmann Ziga Pandur (464 Punkte) und dem sicherlich etwas enttäuschten Joe Connell (419 Punkte).

Siegerehrung Damen

Damit ist der iXS European Downhill Cup 2013 Geschichte. Maribor präsentierte sich abgesehen vom Wetter als eine absolute Bereicherung für die Serie. Weiter geht es mit dem nun wirklich letzten iXS Rennen der Saison, beim Swiss Cup in Bellwald am 5. und 6. Oktober 2013.

Share

Geschäftsbedingungen

Gib bitte deine Email Adresse an, damit wir dich mit News, Updates und den neuesten Angeboten versorgen können. Falls du nicht mehr interessiert bist, kannst du dich jederzeit abmelden. Wir geben deine Daten nicht an Dritte weiter und werden dir nur Nachrichten schicken, die dich auch interessieren. Versprochen!

Read our full Privacy Policy as well as Terms & Conditions.

production