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Tests

Commencal Meta AM V4 im Test

Das Bike für alle Fälle!

Das Meta AM V4 Race in der 2016er RockShox Edition durfte diesen Sommer unter Beweis stellen, dass viel mehr Reserven und Potential in ihm schlummern, als seine Bezeichnung „All Mountain“ vermuten lässt. Das Bike aus Andorra begleitete uns auf Enduro-Rides rund um Innsbruck, auf geshapte Trails sowie in Bikeparks. Dabei stellte sich heraus, dass das Meta AM V4 eine pfeilschnelle und robuste Rakete ist. Aber lest selbst!

Die Jungs von Commencal haben in der letzten Zeit vieles richtig gemacht: Die Produktpalette, das Design, die Teamfahrer, der Vertriebsweg – ihr Image wächst stetig stetig. Dabei verzichtet Commencal bewusst auf Carbon-Rahmen und alljährliche Produkt-Updates. Die Jungs aus Andorra sind von ihren Produkten überzeugt und gehen selbstbewusst ihren ganz eigenen Weg. Das Meta AM V4 ist, wie der Name schon sagt, bereits die vierte Generation des Meta AM. Das vollgefederte Bike ist irgendwo zwischen Trail, All Mountain, Enduro und Downhill angesiedelt, also absolut vielseitig. Zwei Monate lang jagten unsere Testfahrer das Commencal Meta AM V4 in der roten Race 650 B RockShox Edition über die Trails.

© Martina Bogott

Erster Eindruck

Das schwarz-neonrote Bike kam sauber im Karton verpackt und wohl behalten bei uns an. Beim Öffnen fielen uns sofort die zahlreichen Accessoires fürs Bike auf, vom Beleuchtungsset über Mudguard bis hin zu Decal Stickerset und Kettenstrebenprotektor. Die Race Version des Meta AM V4 ist mit einer RockShox Pike und einem Monarch Plus Dämpfer, ethirteen und Alpha Komponenten sowie SRAM Guide Bremsen und Maxxis Minion DHR II ausgestattet. Insgesamt eine feine Ausstattung, die kaum Wünsche offenlässt und sowohl im Renneinsatz als auch auf der Hausrunde tauglich ist. Wer sich mit der Ausstattung von Commencal nicht anfreunden kann, der hat mit dem „A la carte“-Programm auf der Website die Gelegenheit, sich den Rahmen mit den Komponenten seiner Wahl zu bestücken. Die Verarbeitung des Rahmens ist sehr sauber und das schwarz-rote Design ziemlich gelungen. Wir waren begeistert und voller Vorfreude auf die erste Ausfahrt.

Gelungene Decals. © Martina Bogott
Kostet den Bike-Hersteller fast nix, trotzdem findet man selten einen Mudguard im Accessoire-Beutel. © Martina Bogott

Auf dem Trail

Testfahrer Aleksandar fährt normalerweise Downhill-Rennen auf internationalem Niveau und war auf Grund seiner positiven Erfahrungen mit dem Commencal Supreme sehr gespannt auf das Meta AM. An der Ausstattung hatte er nichts zu kritisieren, einzig die Griffe und der Sattel waren nicht nach seinem Geschmack. Die Integration des Dämpfers ins Oberrohr war für den angehenden Maschinenbau-Ingenieur äußerst smart gelöst. Ganz unauffällig schmiegt sich der RockShox Monarch RC3 Debon Air ins Oberrohr und trägt zur aufgeräumten Erscheinung des Bikes bei.

Der Dämpfer ist ins Oberrohr integriert. © Martina Bogott

Das Meta AM V4 war eines des leisesten Bikes, das Aleks je gefahren ist. Skeptisch war der Downhill-Racer gegenüber der Tatsache, dass das Bike ohne Kettenführung kam, aber auch hier keine Enttäuschung. Bergab wurde das Bike dann auch ganz schön auf die Probe gestellt. Als Downhiller wollte Aleks natürlich wissen, wie viel das All Mountain / Enduro wegstecken kann. Die Federelemente funktionierten tadellos und ausgewogen. Selbst auf ziemlich rauen Abschnitten ließ sich das Bike nicht so schnell aus der Ruhe bringen, auch wenn man in harten Wurzel- und Steinfeldern an die Grenzen des Federwegs geriet. Das Bike fährt nicht nur auf Grund der 650B Laufräder unglaublich schnell. Es verlangt regelrecht nach einer schnellen Fahrweise, so dass man fast über den Trail fliegt. Selbst in der Luft vermittelt das Bike Kontrolle und Sicherheit und Testfahrer Aleks merkte sofort einen Unterschied zu seinem Bike, mit dem er sich an manchen Lines bisher erfolglos die Zähne ausgebissen hat.

Uphill glänzte das Meta AM V4 ebenfalls. Bergauf-Passagen waren kein Problem mehr, sondern machten sogar Spaß. Sobald Gabel und Dämpfer im Pedal-Modus geschaltet waren, fuhr sich das Bike äußerst effizient den Berg hoch. Sämtliche Kräfte wanderten in Kurbel und Pedale und verpufften nicht in den Federelementen. Und dennoch reagierte das Bike sanft auf Unebenheiten im Untergrund.

Komponenten und Rahmen sind farblich sehr gut auf einander abgestimmt © Martina Bogott
Innen verlegte Züge © Martina Bogott

Pro & Contra

Das Commencal Meta AM V4 ist ein Bike, das man out-of-the-box fahren kann. Die Ausstattung macht absolut Sinn und die verbauten Teile passen stimmig ins Gesamtbild. Es wiegt 13,3 kg und lässt sich sowohl bergab als auch bergauf äußerst gut fahren. Die Federelemente sind perfekt auf einander abgestimmt, so dass das Bike beim Springen und in Kurven eine gute Figur macht.

Leider ist die matte Lackierung des Bikes empfindlich, so dass wir an verschiedenen Stellen Rahmenschutzfolie angebracht haben, um das Testbike vor Kratzern zu schützen. Wer superpicky mit Kratzern und Macken auf seinem Rad ist, sollte das ebenfalls tun.

Unauffälliger Dämpferintegration. Ziemlich clever gelöst. Am Oberrohr haben wir Rahmenschutzfolie angebracht, um die empfindliche Lackierung zu schützen. © Martina Bogott

Bei einem missglückten Whip im Bikepark brach die Hinterradachse sauber in zwei Stücke und wir erhielten von Commencal umgehend Ersatz. Mittlerweile werden die Bikes auch mit einer Ersatz-Achse ausgeliefert. Wer darüber hinaus noch etwas für sein Bike benötigt, kann sämtliche Einzelteile bei Commencal im Webshop bestellen, von einer banalen Schraube, über Bearings, Schaltaugen, bis hin zu Sattel und Kettenstreben. Sollte also tatsächlich mal etwas brechen, erhält man bei Commencal einen ziemlich guten und schnellen Service. Wer nicht weiter weiß, kann sich via Online-Chat beraten lassen.

Unauffälliger Kettenstrebenschutz © Martina Bogott
Alpha Vorbau und Lenker © Martina Bogott
Schön übersichtlich dank Matchmaker © Martina Bogott
Alpha Sattel © Martina Bogott

Fazit

Das Commencal Meta AM V4 kommt der eierlegenden Wollmilchsau ziemlich nahe. Es ist das Bike für alle Fälle, das man sowohl auf gemäßigten Waldtrails als auch rumpeligen Endurotouren einsetzen kann. Selbst im Bikepark hat man mit dem Meta AM V4 seinen Spaß. Wer sich also kein Zweit- oder Drittrad in den Keller stellen möchte, ist mit dem Meta AM V4 sehr gut beraten. Einzig an der Lackierung könnte Commencal noch arbeiten. Sie war uns einen Ticken zu empfindlich.

Im Hintergrund schon der erste Schnee an der Mutterer Alm bei Innsbruck © Martina Bogott

Rahmen: META AM 650b, Travel 150mm, 6066 Triple Butted
Dämpfer: ROCKSHOX Monarch Plus RC3 Debonair, 200×57, Travel 150mm
Gabel: ROCKSHOX Pike RCT3 Solo Air 160mm, 15mm axle, Tapered
Steuersatz: CANE CREEK 40 Series Semi integrated, ZS44/56
Vorbau: ALPHA Freeride 50mm, O° rise, Ø31,8mm
Lenker: ALPHA 780mm, 30mm rise, Ø31,8mm
Griffe: COMMENCAL lock on, Ø32mm, Neon Yellow logo
Bremsen: SRAM Guide RS 200mm/180mm
Shifter: SRAM X1 1×11 spd
Kurbel: E13 TRS+, 32t direct mount ring, 170mm (S/M) or 175mm (
Kassette: SRAM XG1175 10-42
Felgen: E13 TRS+ 650b, 32H, Tubeless Ready, 23.4/28mm
Naben: ALPHA 32H 15mm / 12x142mm
Speichen: CN Spokes 1.8mm with 12mm Brass Nipples
Reifen: MAXXIS Minion DHR II 27.5×2.3, 3C, EXO, Tubeless ready
Sattelstütze: ROCKSHOX Reverb Stealth, 125mm
Sattel: ALPHA, Crmo rails

Preis: 3.899 EUR
Infos: http://www.commencal-store.com/

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