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Eine Trophäe mit Charakter – Anka Martin über die Enduro World Series

Trans Provence Gewinnerin Anka Martin, Enduro-Fahrerin und Ehefrau von Mountainbike-Fotograf Sven Martin, durfte den Pokal für die ersten Enduro-Weltmeister entwerfen. Da Anka selbst bei der Enduro World Series teilnahm, hatte sie einen besonders guten Zugang zum Thema. In Zusammenarbeit mit Designer Simon Muir schuf sie die allererste EWS-Trophäe, die bei Jérôme Clémentz, Tracy Moseley und Martin Maes zu Hause stehen wird. 

Die allererste EWS-Trophäe designed by Anka Martin und Simon Muir

Im Interview erklärt Anka, welch verantwortungsvolle Aufgabe ihr zu Teil wurde und welche Bedeutung diese Trophäe für sie und die EWS-Gewinner hat:

Anka, wie hast Du Designer Simon Muir von Deinem Konzept überzeugt?

Anka: Ich wollte, dass die Trophäe Abenteuer und Reisen widerspiegelt. Außerdem sollte das EWS Logo integriert werden und so kamen wir auf die Idee, der Trophäe eine runde Form zu geben. Ich hatte mich von einem altmodischen Globus und einem Teleskop inspirieren lassen und dachte mir, die Kugelform würde gut zu Simons anderen Designs passen. Die Trophäe würde dadurch einen leichten, modernen und natürlichen Look haben. Sie sollte einfach die Natur repräsentieren, die uns über die gesamte Saison bei den Rennen umgeben hat.

Welche Gefühle oder Erinnerungen soll die Trophäe transportieren?

Anka: Unter keinen Umständen sollte die Trophäe blitze-blank werden. Ich wollte, dass sie Natur und Umwelt darstellt und möglichst einfach gehalten bleibt. Die Trophäe soll in ein Wohnzimmer passen und nicht in einer alten Box in der Garage verschwinden. Für mich bedeutet Mountainbiken neue Gegenden zu entdecken und zu erkunden. Und das ist es auch, was ich mit der Trophäe ausdrücken möchte… ein Stück der verschiedenen Orte und Trails, die wir über die Saison gesehen haben, sollte auf jeden Fall darin vorkommen.

Und wie groß war der Druck, den Du verspürt hast, die allererste Siegertrophäe der Enduro World Series zu entwerfen?

Anka: Zuerst war ich total überwältigt, aber als ich erfuhr, dass ich mit einem großartigen Designer wie Simon Muir zusammen arbeiten würde, war ich beruhigt. Außerdem war es eine unglaubliche Ehre für mich, eine Trophäe für die Gewinner der ersten EWS zu entwerfen. Ich bin wirklich gespannt, wie sie aussieht, wenn sie fertig ist. Ich hoffe, die Gewinner werden sie lieben und sie auch zu würdigen wissen.

Woher hast Du Deine Inspiration bezogen?

Anka: Aus dem Wald, den Trails, dem Boden, den alten Dörfern, den Gruppen-Rides, dem Warten auf den Start oder der ein oder anderen Pinkelpause – haha – also eigentlich aus allen möglichen Situationen und Orten. Aber hauptsächlich kam meine Inspiration, wenn ich irgendwo alleine im Wald oder in einer schönen Landschaft unterwegs war.

Wann hattest Du das Design fertig? Und würdest Du es im Nachhinein anders machen?

Anka: Die ersten Konzepte für das Design machten wir im Juni. Das Grundgerüst stand ziemlich schnell und blieb die ganze Zeit über bestehen. Wir fügten nach und nach „nur“ die Kernelemente hinzu. 

Wie war für Dich die erste EWS? Welche waren Deine persönlichen Highlights?

Anka: Mir hat es einfach unglaublich viel Spaß gemacht, ein Teil dieser neuen Rennserie zu sein. Ich war gespannt, wie sich das Ganze entwickeln würde und wollte unbedingt andere Ecken dieser Erde mit meinem Bike erkunden. Unglücklicherweise startete ich mit einem ziemlich harten Crash in die Saison, so dass ich viel aufholen musste. Nichtsdestotrotz bin ich überglücklich mit meinen Leistungen in dieser Saison.

Anka fährt selbst gern Enduro-Rennen ©Sven Martin

Ich war – und bin es eigentlich immer noch – besorgt, dass die Serie den Sport einengen und reglementieren würde, so dass letztendlich der Spaß an der Sache verloren geht. Aber ich fand die Abwechslung und die Herausforderung bei den unterschiedlichen Rennen großartig und finde es toll, dass die Serie trotzdem bei ihren Wurzeln blieb. Hut ab vor allen, die an der EWS beteiligt waren und das Ganze möglich gemacht haben.

Es waren definitiv harte Rennen und sie taten dem Sport sehr gut. Ich hoffe, dass die Leute, die Enduro zu ihrer neuen Disziplin gekürt haben, mehr daraus ziehen als nur Punkte, Zeiten und Titel. Ich persönlich verspüre wenig Lust, zurück ins Fitness Studio zu gehen und mit einem Herzfrequenzmesser Intervalltrainings zu absolvieren (oder mich mit Rotwein zu betrinken). Ich möchte weiterhin Radfahren. Und wenn ich meine persönlichen Ziele in Mountainbike-Rennen verwirklichen kann und dabei auch noch Spaß habe, ist es für mich das Allergrößte. Das ist es doch, worum es beim Enduro geht, oder?

Irgendwelche Kommentare von dir als Teilnehmerin zu den ersten Meistern der Serie? Was sie repräsentieren, als Athlet und Botschafter der Disziplin?

Anka: Ich hatte mir sehr gewünscht, dass Tracy und Jérôme als Weltmeister gekürt werden, denn beide sind sehr gute Freunde von mir und sie sind wirklich die besten Allround-Mountainbiker der Welt. Man hätte keine besseren Botschafter als die zwei finden können, denn sie sind so unglaublich leidenschaftlich in dem, was sie tun. Sie waren auch schon vor der EWs so und sie werden mit Sicherheit auch so bleiben. Sie lieben das Mountainbiken und es geht ihnen nicht ausschließlich ums Rennenfahren. Sie haben immer Zeit für andere Menschen, helfen wo immer sie können und haben dabei stets ein Lächeln auf den Lippen. Das ist meiner Meinung nach der wahre Spirit von Enduro!

Übergabe der EWs-Trophäen

Worauf freust Du Dich in 2014?

Anka: Biken, Rennen fahren und reisen, neue Strecken erkunden, andere Kulturen kennen lernen und nicht komplett im Enduro abtauchen. Stattdessen möchte ich genau das tun, was ich all die letzten Jahre schon gemacht habe – das Leben mit guten Freunden genießen und mehr Menschen kennenlernen, die genauso ticken wie ich. Rennen fahren ist großartig, aber irgendwelche Zeiten sind auch schon schnell wieder vergessen. Die Erinnerungen bleiben aber ein ganzes Leben lang.

Irgendwelche Tipps für denjenigen, der die 2014er Trophäe entwerfen wird?

Anka: Hab einfach Spaß an der Sache und scheue Dich nicht davor, auch mal was Neues zu probieren.

Hast Du noch irgendwelche anderen Gedanken, die Du mitteilen möchtest?

Anka: Folge Deinem Herzen! Tu was du liebst! Passe dich nicht dem an, was die Gesellschaft von Dir erwartet! Sei mutig, leidenschaftlich und glücklich! Lächle und ride your bike!

(Quelle: Enduro World Series, www.enduroworldseries.com)

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