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Deutschlands schnellste Enduro-Pilotin: Ines Thoma im Dirt-Interview!

Ines Thoma ist unsere schnellste Enduro Fahrerin und wird auch diese Saison wieder ordentlich in der Enduro World Series mit mischen. Wir haben mit ihr mal eine Runde über Enduro geplauscht und was sie macht, wenn sie gerade mal nicht auf ihrem Bike sitzt.

© Christoph Bayer

Wer ist Ines Thoma – stelle dich mal bitte kurz vor.

Servus, ich bin Ines, 24 Jahre alt und komme aus dem schönen Allgäu. Da ich allerlei Bewegungsarten draußen in der Natur liebe, fühle ich mich pudelwohl dort, auch wenn meine Adresse Einöde 27 1/5 ist und ich schon öfter den ein oder anderen Lacher dafür kassiert habe.

Womit hast du angefangen?

Als kleiner Stöpsel habe ich mit Cross Country Rennen begonnen. Was als Kind reiner Freizeitspaß und Ausgleich zu den winterlichen Ski Alpin Rennen war, hat sich immer weiter in Richtung Leistungssport entwickelt. Nach zahlreichen unvergesslichen Jahren in der Nationalmannschaft, musste ich 2008 verletzungsbedingt aufhören und dachte eigentlich: „Das war’s mit dem Leistungssport.“

Hast du mit Enduro jetzt deine Disziplin für die kommenden  Jahre gefunden?

Auf jeden Fall. Meine Leidenschaft und Lust am Rennenfahren ist so groß wie selten zuvor. In meinem Kopf sind viele Ziele, die ich im Enduro noch erleben und erreichen möchte. Bist du Bikeprofi – kann man davon gut leben? Ja, mit dem Ende des Studiums habe ich nun die einmalige Chance mich ab diesem Winter komplett auf den Sport zu konzentrieren. Verrückterweise war das in den letzten Jahren nie meine Absicht, vielleicht hat es gerade deshalb geklappt. Momentan kann ich davon leben, das ist schon ein super Gefühl.

Hast du einen langfristigen Vertrag mit Canyon?

Ja, eine langfristige Zusammenarbeit hat für beide Seiten große Vorteile. Ich werde auf jeden Fall noch einige Jahre mit Canyon Bikes unterwegs sein.

Ist es schwer für Frauen, Sponsoren zu bekommen, die einem auch Geld bezahlen?

Ja und Nein. Ich denke es gibt in der Relation keinen großen Unterschied zu den Männern. Weniger Frauen im Rennzirkus ergeben natürlich auch weniger Profis, aber das Interesse an Frauen im Radsport wächst von Jahr zu Jahr. Der Vorteil als Frau ist sicherlich, dass gerade bei kleineren Events relativ leicht gute Ergebnisse eingefahren werden können und Podium ist eben oft das, was zählt. Trotzdem ist die Konkurrenz bei der World Series an der Spitze der Frauen sehr stark, was nicht unterschätzt werden darf.

Hast du auch einen Plan, wenn es mit dem Biken einmal zu Ende ist? Du hast gesagt, dass du ein Studium abgeschlossen hast – was hast du studiert?

Bis vor wenigen Monate habe ich Grundschullehramt studiert und bin jetzt stolze Besitzerin eines Staatsexamens, mit welchem ich nach Beendigung meiner Radl-Zeit das Referendariat anfangen möchte. Im letzten Winter und Frühjahr habe ich meinen Fokus vollkommen darauf ausgerichtet, um dann mit einem guten Examensschnitt zu starten. Natürlich hat dadurch die Saisonvorbereitung gelitten, aber im Nachhinein bin ich sehr froh über diese Entscheidung, da ich jetzt die Sicherheit habe nicht von Erfolgen abhängig zu sein. Ich habe bereits einmal miterlebt wie Träume verletzungsbedingt schnell ausgeträumt sein können, man darf sich nicht auf sportlichen Erfolg verlassen.

Hast du auch mal daran gedacht, Downhillrennen zu fahren?

Seit ein paar Wochen besitze ich mein erstes Downhillbike und habe es sofort in Südtirol ausprobiert. Obwohl es mich gleich am ersten Tag 1-2 Mal abgeworfen hat, möchte ich auf jeden Fall auch mal Rennen damit fahren. Ich bin bereits im letzten Jahr beim Milka Wheels of Speed in Willingen mit dem Enduro gefahren, was ein riesen Spaß war.

 

Im zweiten Teil des Interviews plauschen wir mit Ines über die Enduro World Tour und darüber, was sie sonst noch so macht, wenn sie nicht gerade auf ihrem Bike sitzt.

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